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Gifhorn Stadt Trauen sich Patienten mit Herzinfarkt und Schlaganfall nicht mehr ins Klinikum?
Gifhorn Gifhorn Stadt Trauen sich Patienten mit Herzinfarkt und Schlaganfall nicht mehr ins Klinikum?
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18:54 23.04.2020
Rund um die Uhr verfügbar: Die Notaufnahme sollte von Notfall-Patienten auch weiterhin genutzt werden.
Rund um die Uhr verfügbar: Die Notaufnahme sollte von Notfall-Patienten auch weiterhin genutzt werden. Quelle: Helios Klinikum
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Gifhorn

Vorsicht ist gut, aber zu viel davon kann das genaue Gegenteil bewirken: Im Helios-Klinikum in Gifhorn gibt es Anzeichen, dass weniger Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen – also beispielsweise einem Herzinfarkt – und Schlaganfällen in die Notaufnahme kommen. Nun befürchtet die Klinik, dass aus Sorge vor einer möglichen Ansteckung mit Covid-19 auch Notfall-Patienten das Krankenhaus meiden. Davor warnt sie jedoch ausdrücklich.

Markus Rohde, Chefarzt des Zentrums für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin des Helios Klinikums, betont: „In unserer Notaufnahme können und wollen wir weiterhin Patienten mit akuten Beschwerden versorgen.“ Um die Gefahr einer Ansteckung mit Covid-19 zu minimieren, gebe es entsprechende Sicherheitsmaßnahmen für Patienten und Mitarbeiter: Entzerrte Wartebereiche, spezielle Isolationsräume in der Zentralen Notaufnahme, Hinweisschilder zur Händedesinfektion und Abstandsregelungen sowie Schutzkleidung gehören dazu.

Behandlung rund um die Uhr

Die Behandlung in Akut- und Notfallsituationen sei rund um die Uhr sichergestellt, versichert auch Sprecherin Lisa Altenbeck – und das trotz bestmöglicher Vorbereitung des Klinikums auf Covid-19-Fälle. „Unsere Klinik versucht, über aktive Aufklärung der Öffentlichkeit die Bürger auf die dringende Notwendigkeit hinzuweisen, bei Beschwerden, die zum Beispiel auf einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall hindeuten, rechtzeitig einen Arzt beziehungsweise eine Notaufnahme aufzusuchen.“

Verschoben werden nach wie vor Eingriffe und Maßnahmen, wenn nach medizinischer Einschätzung davon auszugehen ist, dass die Erkrankten in den kommenden zwei Monaten ohne diese auskommen. Nach der Niedersächsischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Virus-Krankheit Covid-19 werden medizinisch nicht zwingend erforderliche Eingriffe und Behandlungen noch mindestens bis zum 18. Mai ausgesetzt.

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Von der AZ-Redaktion