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Gifhorn Stadt Netzwerk gegen häusliche Gewalt weist auf Hilfsangebote in der Corona-Krise hin
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06:01 12.05.2020
Plakataktion gegen häusliche Gewalt: Liane Jäger und Klaus Ahne sind dabei. Quelle: Netzwerk gegen häusliche Gewalt
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Gifhorn

Mit dem sogenannten Lockdown kamen Ausgangsbeschränkungen in der noch andauernden Corona-Krise – und mit ihnen wächst das Risiko für Gewalt in Familien und Partnerschaft. Keine Kita, keine Schule, Homeoffice oder Kurzarbeit: Diese äußeren Umstände verschärfen die Konfliktpotentiale für Familien im Landkreis Gifhorn – „die sozialen und räumlichen Einschränkungen bedingen für viele Menschen erhebliche seelische Belastungen“, sagt Christine Gehrmann, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises und Mit-Verantwortliche für das Netzwerk gegen häusliche und sexuelle Gewalt. Deshalb beteiligt sich der Landkreis an einer Plakatkampagne des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugendliche namens „Zuhause nicht sicher“.

Plakataktion gegen häusliche Gewalt: Christine Gehrmann ist dabei. Quelle: Netzwerk gegen häusliche Gewalt

Ziel dieser Kampagne ist es, dass Betroffene und ihr Umfeld wie zum Beispiel Nachbarinnen und Nachbarn erfahren, welche Handlungsmöglichkeiten gegen Gewaltsituationen sie zuhause haben und wo sie Hilfsangebote finden. Daher setzt das Netzwerk gegen häusliche und sexuelle Gewalt gemeinsam mit Landrat Dr. Andreas Ebel und Kreisrat Rolf Amelsberg mit der Plakataktion „Zuhause nicht sicher“ des Ministeriums an und setzt damit ein klares Zeichen gegen häusliche Gewalt.

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Hinsehen ist gefragt

„Gewalt passiert nicht im Nirgendwo, sondern in unseren Wohnungen und Häusern, und wir alle sind aufgefordert, hinzusehen und zu helfen“, betonen die Präventionsbeauftragten der Polizeiinspektion Gifhorn, Liane Jäger und Klaus Ahne.

Die Plakate werden derzeit über viele Einzelhandelsgeschäfte, Bäckereien, Rathäuser, Schulen, Kitas und soziale Medien verteilt und in Umlauf gebracht. „Wir erhoffen uns damit, dass wir ganz viele Menschen erreichen und ihnen einen unkomplizierten Weg zu Hilfsangeboten eröffnen“, so Christine Gehrmann.

Hier gibt es Hilfe

Auf den Plakaten ist die Telefonnummer des bundesweiten Hilfetelefons gegen Gewalt an Frauen sowie die Webadresse www.stärker-als-gewalt.de angegeben. Darüber hinaus weist das Netzwerk auf seine eigenen Unterstützungsmöglichkeiten im Landkreis Gifhorn hin. Diese sind zu finden unter www.gegen-häusliche-sexuelle-gewalt.de.

Weitere Informationen zur Aktion sind erhältlich bei Christine Gehrmann, Schlossplatz 1, 38518 Gifhorn, Tel. (0 53 71) 82 386, Mail gleichstellungsbeauftragte@gifhorn.de.

Plakataktion gegen häusliche Gewalt: Landrat Dr. Andreas Ebel (r.) und Kreisrat Rolf Amelsberg unterstützen das Netzwerk. Quelle: Netzwerk gegen häusliche Gewalt

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Von der AZ-Redaktion

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