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Gifhorn Stadt Warum der Kindersamstag auch Eltern begeistert
Gifhorn Gifhorn Stadt Warum der Kindersamstag auch Eltern begeistert
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11:45 19.05.2019
Da steht Gifhorn Kopf: Beim Kindersamstag hatten die Jüngsten in der Fußgängerzone viel Spaß. Quelle: Michael Franke
Gifhorn

Dort hatte die Citygemeinschaft zahlreiche aufblasbare Spielgeräte aufgestellt. Die obligatorische Hüpfburg, eine Kletterburg, ein Bungee-Trampolin, ein Bungee-Run und eine Blase, in der die Kinder auf Wasser gehen konnten. Die DRK-Bereitschaft hatte ihr Teddybär-Hospital mitgebracht, und Kinderschminken gab es auch wieder.

Schlangen vor den Spielstationen

Gleich dran kommen war reine Glückssache. Zeitweise standen die Eltern und die ungeduldigen Kinder Schlange vor den Spielstationen. Wer dann endlich an der Reihe war, verlangte entsprechend nachdrücklich ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. „Papa, guck mal. Papa!“, rief ein Mädchen nach erfolgreichem Erklimmen der Kletterburg und hüpfte auf und ab.

Kindersamstag in der Gifhorner Fußgängerzone: Die City-Gemeinschaft hatte zahlreiche Spielstationen aufgebaut - Jung und Alt hatten viel Spaß.

Hüpfen, klettern und gegen den Widerstand des Bungeeseils laufen: Es gab also reichlich Gelegenheit, die kleinen Energiebündel zu entladen. Für Vitali Spack aus Wesendorf die Chance, am Nachmittag danach den spannenden letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga verfolgen zu können, wie er schmunzelnd einräumt, sich über ein vom Tagewerk ermüdetes Töchterchen zu freuen. Aber auch so sei der Kindersamstag „eine super Sache“, so der Wesendorfer, der seine Tochter Jana (3) und deren Cousine Alyssa (7) dabei hatte.

Haben die Eltern nach dem Toben Ruhe?

„Das wird nichts“, winkt dagegen Janine Sievers aus Rethen von vornherein ab von wegen ausgepowertes Kind am Nachmittag. „Die hat zu viel Energie.“ Aber deshalb sei diese Veranstaltung in der Innenstadt doch sehr willkommen, um Mia (5) ordentlich toben zu lassen. „Gerade bei dem schönen Wetter ist das herrlich.“

Silke Hartfiel aus Rethen ist mit ihrer Tochter Paula (4) gezielt zu dem Kindersamstag in die Gifhorner Innenstadt gekommen. „Es ist sehr vielfältig“, lobt sie das umfangreiche Angebot an Spielgeräten. „Für jeden ist etwas dabei.“ Und dann gibt es da noch die kleinen Aufmerksamkeiten: „Die Kinder freuen sich, wenn sie etwas geschenkt bekommen.“

Kinder bauen Raketen mit Brausetabletten-Antrieb

Vor dem Kinocenter am Steinweg konnten es die Kinder mal richtig krachen lassen. Dort feierte das lokale Netzwerk Landkreis Gifhorn des Hauses der kleinen Forscher sein zehnjähriges Bestehen. An den Ständen gab es nicht nur was zum Angucken.

Zehn Jahre Haus der kleinen Forscher im Kreis Gifhorn: Mit einem Aktionstag machte das Netzwerk auf sich aufmerksam. Quelle: Michael Franke

Was ist eigentlich das Haus der kleinen Forscher? „Die Idee ist, die Neugierde der Kinder zu fördern“, sagt Netzwerkkoordinatorin Meike Schmidt. Und wie geht das? Erzieherinnen und Erzieher der Kindertagesstätten im Kreis lassen sich von vier Netzwerktrainern darin ausbilden, ihren Schützlingen mit einfachen Hausmitteln Naturphänomene anschaulich zu erläutern.

Schmidt hat da ein ganz persönliches Beispiel. Ihre heute achtjährige Tochter Mathilde hatte mit fünf im Kindergarten die Frage aufgeworfen, wo der Schnee herkomme. „Dann haben sie dort verschiedene Experimente gemacht.“ Dafür reichte schon unter anderem ein Kühlschrank mit Gefrierfach.

Was Unternehmen von der Neugierde der Kita-Kinder haben

Inzwischen seien 84 von 117 Kitas im Kreis dabei, sagt Alexa von der Brelje, Sprecherin der Sparkasse Gifhorn, Wolfsburg, die neben Butting Akademie, IAV, DRK, Stadt Gifhorn und Volksbank Brawo Stiftung Partner des Netzwerkes ist. Damit komme man auf 72 Prozent, der Bundesdurchschnitt liege zwischen 40 und 50. Hermann Butting und Michael Znamiec von der IAV sehen in dem Haus der kleinen Forscher einen Mehrwert für die Zukunft wirtschaftlicher Unternehmen. Die wissbegierigen und experimentierfreudigen Kitakinder von heute seien Fachkräfte von morgen.

Die restlichen 28 Prozent der Kitas im Kreis will das Netzwerk auch noch. Seit 2017 hat es die BBS I mit im Boot. Schon in ihrer Ausbildung sollen Erziehende mit dem Haus der kleinen Forscher in Kontakt kommen, so Karin Single vom DRK.

Vier Stände am Kino zum Ausprobieren

Darüber hinaus warb das Netzwerk am Samstag publikumswirksam vor dem Kino mit vier Experimentier-Ständen. Mädchen und Jungen forschten rund um den menschlichen Körper, testeten die Anziehungskraft von Magneten und stellten Seife selbst her.

Eine Station dürfte wohl der beliebteste gewesen sein. „Gleich explodiert’s!“, rief ein Junge schon gespannt am Sprudelgase-Stand. Dort ließen die jungen Forscher selbst gebaute Raketen aus Filmdosen, Brausetabletten und Wasser steigen. „Ab und zu hört man dann ein Knallen“, schmunzelt Schmidt. Und entzücktes Kindergeschrei.

Von Dirk Reitmeister

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