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Gifhorn Stadt Christinenstift-Kreuzung: Ausschuss stimmt Rotlicht- und Tempoblitzer zu
Gifhorn Gifhorn Stadt Christinenstift-Kreuzung: Ausschuss stimmt Rotlicht- und Tempoblitzer zu
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17:55 15.11.2019
Der Rotlicht-Blitzer kommt: Der Verkehrsausschuss des Landkreises gab jetzt grünes Licht für die dauerhafte Verkehrskontrolle an der Christinenstift-Kreuzung. Quelle: Cagla Canidar Archiv
Gifhorn

Grünes Licht für den Rotlicht- und Tempo-Blitzer an der Christinenstift-Kreuzung in Gifhorn: Der Verkehrsausschuss des Landkreises Gifhorn stimmte für den Haushalt 2020. Und in dem ist jene Anlage enthalten.

Die Kreisverwaltung teilte dem Gremium in der Sitzung mit, dass der kombinierte Rotlicht- und Tempoblitzer Mitte kommenden Jahres installiert sein soll. Sie rechnet mit 56 000 Euro Investitionen – und kalkuliert schon einmal rund 150 000 Euro Mehreinnahmen für das kommende Jahr ein.

Darum fordert die Polizei einen Rotlicht-Blitzer

Ein Zeichen dafür, dass die Kreisverwaltung davon ausgeht, dass zahlreiche Autofahrer an der Stelle zu schnell und bei Rot unterwegs sind. Die Polizei weiß das auch aus eigener Anschauung. Sie hatte erst Anfang des Monats eine groß angelegte Kontrollaktion dort vorgenommen und 14 Rotlicht-Sünder festgestellt. Die Polizei fordert schon seit längerem die Installation eines Rotlichtblitzers.

Warum missachten Autofahrer das Rotlicht?

Verkehrsexperten führen einige Rotlicht-Verstöße allerdings auch darauf zurück, dass für Fahrer aus Richtung Gamsen kommend, die nach rechts abbiegen wollen, nur an der Seite eine Ampel installiert sei, aber nicht oben an der Peitsche. Viele Rechtsabbieger übersehen „ihre“ Ampel und orientierten sich an dem allgemeinen Signallicht, das aber ausschließlich für den Geradeausverkehr gilt.

Absage an Grünen-Antrag

Abgelehnt hat die Mehrheit im Verkehrsausschuss einen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen zur Durchsetzung von Verkehrsregeln. Die Grünen fordern darin, dass der Landkreis zwei mobile Blitzer anschaffen möge, die vorrangig in Tempo 30-Zonen zum Einsatz kommen sollen. Die Mehrheit stieß sich vor allem an letzterem Punkt – nachdem Fachleute ihre Stellung abgegeben hatten.

Warum nicht in Tempo 30-Zonen geblitzt wird

„Wir haben in Tempo 30-Zonen keine geschwindigkeitsbedingten Unfälle“, sagt Verkehrssachbearbeiter Winfried Enderle von der Gifhorner Polizei. Wenn es Unfälle gebe, dann Blechschäden beim Rangieren. „Zwei Drittel der Unfälle, bei denen es Schwerverletzte und Tote gibt, passieren außerhalb geschlossener Ortschaften.“ Deshalb konzentriere die Polizei die Kontrolle auf die Unfallschwerpunkte. Was nicht bedeute, dass nicht auch vor Schulen und Kindergärten ein Team mal nach dem Rechten sehe.

Ganz abgeneigt für die Zukunft zeigte sich der Verkehrsausschuss der Idee, eigene mobile Blitzer etwa in Anhängerform anzuschaffen, allerdings nicht.

Von Dirk Reitmeister

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