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Gifhorn Stadt Bundesminister Hubertus Heil besucht Diakonie
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17:42 17.07.2018
Der Minister und der Altenpfleger: Hubertus Heil verspricht Serge Tah nicht zu viel in Sachen Familienzusammenführung. Quelle: Cagla Canidar
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Kästorf

„Ich habe Angst vor Ihrem Kollegen Seehofer.“ Seit drei Jahren lebt Serge Tah aus der Elfenbeinküste in Gifhorn. In erstklassigem Deutsch erzählt er Heil von seinem Sprachkursus auf eigene Kosten, dass er im Christinenstift im dritten Lehrjahr ist und seine Familie immer noch nicht nachführen kann.

„Für uns ist unzweifelhaft, dass er in der Altenpflege eine Zukunft hat“, wirbt Diakonie-Vorstand Hans-Peter Daub für Tahs Belange. „Es ist dringend notwendig, einen legalen Zugang zu schaffen.“ Damit Leute wie Tah, die das Land gebrauchen könne, mit ihrer Familie hier leben könnten.

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„Ich arbeite gerade mit dem Ministerkollegen an einem Einwanderungsgesetz“, sagt Heil zu Tah und lädt ihn in sein Wahlkreisbüro ein. Er verspricht nicht zu viel: „Ich habe leider keine Lösung für Sie persönlich in der Tasche.“

Bei der Montage: Bei der Diakonie in Kästorf werden auch Teile von VW gefertigt, hier Schieber für Lüftungsauslässe. Quelle: Cagla Canidar

Bei der Diakonie in Kästorf geht es um Soziales und um Arbeit. Der Bundesminister besucht die Halle, in der Mitarbeiter Lüftungsauslässe in die Mittelkonsolen für Golf VII und Tiguan bauen, gleich daneben erfährt er, dass die Kfz-Werkstatt ein sozialer Betrieb ist und doch als Mitglied der Innung auf dem Markt bestehen muss. Vorstand Jens Rannenberg, mit dem Heil per du ist, übergibt ihm einen Brief. Darin wirbt die Diakonie für ihr Modell zur Einstiegsqualifizierung – und dass Qualifizierungsbetriebe mehr als ein Jahr Zeit für die Maßnahme brauchen.

Die Diakonie ist nicht die einzige Station. Heil schaut morgens bei der IAV rein. „Unser Vorzeigeunternehmen, das vor einem Wandel steht“ – gerade was Digitalisierung angeht. Zu Mittag isst er Bratwurst und Kartoffelsalat in der Isenbütteler Einrichtung Der Hof. „Ein großartiges Projekt. Ich möchte es bundesweit bekannter machen.“

Von Dirk Reitmeister

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