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Gifhorn Stadt O’zapft is: Mehr als 200 Gifhorner feiern beim BSK-Oktoberfest
Gifhorn Gifhorn Stadt O’zapft is: Mehr als 200 Gifhorner feiern beim BSK-Oktoberfest
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11:54 13.10.2019
BSK-Oktoberfest: Mehr als 200 Gäste feierten am Samstagabend zünftig, viele in Dirndl und Lederhose. Quelle: Lea Rebuschat
Gifhorn

Dirndl und Lederhose im Bürgerschützensaal: Mehr als 200 Gifhorner feierten am Samstagabend beim BSK-Oktoberfest, das es inzwischen seit 20 Jahren gibt.

Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich könnte auch München regieren. Beim Fassanstich braucht er wie im Vorjahr nur zwei Schläge, um den Hahn durchs Holz zu treiben. Allerdings sollte er seine Karriere dennoch nicht weiter in Richtung Gastronomie lenken. In den Glashumpen ist nämlich doch recht viel Schaum.

Einst fehlte im Herbst eine zünftige Veranstaltung in Gifhorn, seit 20 Jahren nun gibt es das BSK-Oktoberfest. Am Samstagabend waren mehr als 200 Gifhorner dabei.

Dadurch bleiben allerdings genug Freibier-Portionen für alle übrig. Die Schlange reicht über die ganze Bühnenbreite. Passend dazu dreht die Stimmungsband Gletscher Fezzer aus Peine, die diesmal die Aida-Kreuzfahrtschiffe gegen den BSK-Saal getauscht hat, frei nach David Hasselhoffs Freiheits-Hymne „Looking for Freibier“ auf. „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer haben sie auch drauf.

Darum feiern viele junge Leute mit

Warum ist eine 19-Jährige aus der Südheide in bayrischer Tracht beim Oktoberfest des BSK statt in einer Disko oder einem angesagten Großstadt-Club? „Weil ich jedes Jahr hier bin“, outet sich Denise Niebuhr als Fan. In einer Disko könne man sich nicht so mit Freunden unterhalten wie hier. Beim Münchner Original war sie noch nicht. „Da will ich aber auch noch hin.“

Cousin Lukas Niebuhr, wie Cousine Denise auch Mitglied im BSK, ist ebenfalls stets beim Oktoberfest. „Spaß, Familie, Freunde. Das hier ist schon was Einzigartiges.“ Dafür zieht er auch eine Lederhose an. „Das ist etwas, was man eben nicht jedes Wochenende hat.“

Darum entstand das BSK-Oktoberfest

„Es fehlte damals was im Veranstaltungskalender im Herbst“, sagt Thomas Reuter, Chef des dreiköpfigen Organisationsteams des für alle Interessierten offenen Oktoberfestes des BSK. „Die Bälle gibt es erst im Januar, das Schützenfest im Sommer.“ Deshalb sei die Idee von Udo Kopatzki im Laufe der Zeit gut eingeschlagen. Waren es 1999 noch weniger als 100 Besucher, liege man inzwischen bei mehr als 200.

Die Konkurrenz wächst

Allerdings sieht sich das BSK inzwischen auch nicht mehr allein als Anbieter zünftiger bayrischer Festlichkeit. Zeitgleich läuft in Neudorf-Platendorf ein Oktoberfest, eine Woche zuvor feierte Rötgesbüttel so eines und im Frühjahr gibt es bei Roth in Isenbüttel die Frühlingswies’n, weiß Reuter. Und dann sind auch noch Herbstferien. Major Carsten Gries, der den Abend moderiert, blickt dennoch auf einen gut gefüllten Bürgerschützensaal. Hier und da seien noch ein paar Plätze frei, sagt er, doch der Abend noch jung.

So läuft es am Fass

Derweil haben Nerlich und seine Fassanstich-Assistenten, Ortsbrandmeister Maik Schaffhauser und Ratsherr Helmut Behnke, alle Hände voll zu tun, die Glashumpen an den Mann und die Frau zu bringen. Sie haben sich ruckzuck eingespielt. Nur kurz nach dem Einschlag des Zapfhahns hatte es für wenige Sekunden Irritationen gegeben. „Läuft es?“, fragte Gries. Nerlich drehte hin und her, und stellte flugs fest, dass der Zapfhahn beim Einschlagen längst auf Durchfluss stand und er ihn zunächst wieder zudrehte. „Er war auf.“ Und so konnte Gries verkünden: „O’zapft is!“

Von Dirk Reitmeister

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