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Gifhorn Stadt Das ist SPD-Kandidat Gunter Wachholz
Gifhorn Gifhorn Stadt Das ist SPD-Kandidat Gunter Wachholz
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13:28 17.05.2019
Will Gifhorner Bürgermeister werden: SPD-Kandidat Gunter Wachholz. Quelle: Privat
Gifhorn

Eine Kandidatin und drei Kandidaten treten am Sonntag, 26. Mai, um das Amt des Gifhorner Bürgermeisters zur Wahl an. Das heißt, die Bürger haben auch tatsächlich eine Wahlmöglichkeit – Demokratie in ihrer besten Form. Hier stellen wir SPD-Kandidat Gunter Wachholz vor.


Gifhorn ist als Wohnort beliebt. Wie soll es in den nächsten Jahren gelingen, bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen?

Die im Stadtrat beschlossene Sozialbauquote von mindestens 20 Prozent in Neubaugebieten muss konsequent umgesetzt werden. Die Fördermöglichkeiten der Stadt Gifhorn, des Landes und des Bundes für den sozialen Wohnungsbau sind zu nutzen. Zusätzlich brauchen wir die Möglichkeit, große Grundstücke unkompliziert zu teilen und zu bebauen. Weiterhin ist auch die Erschließung von neuem Bauland durch die GEG zwingend notwendig. Die Möglichkeiten zur Vergabe von Erbbaurechten sind zu prüfen.

Steckbrief: Das ist Gunter Wachholz

Alter: 57

Beruf: Systemanalytiker, Mitglied des VW-Betriebsrates

Vorbilder: Hubertus Heil und Regine Hildebrandt

Lieblingsbuch: Ich bin dann mal weg, Hape Kerkeling

Lieblingsessen: Rinderroulade mit Rotkohl und Thüringer Klößen

Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen? Meine liebe Frau, ein großes Zelt, viel gute Laune und Optimismus

Lieblingsurlaubsort: Tannheimer Tal in Tirol


Immer mehr junge Familien ziehen in das Stadtgebiet und in die Ortsteile. Krippen- und Kindergartenplätze werden knapp. Wie sieht das Zukunftskonzept aus, um für ausreichend Kita-Plätze zu sorgen?

Es müssen weitere Krippen und Kindergärten nach Bedarf gebaut werden. Die bestehenden Einrichtungen müssen konsequent auf dem neuesten Stand gebracht werden. Die gute Betreuungsqualität muss gewährleistet und ausgebaut werden. Erzieherinnen und Erzieher werden im Landkreis an der BBS I ausgebildet. Ich setze mich für eine enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Schule ein, damit wir in Zukunft Fachkräfte gewinnen können.


Viele Straßen in Gifhorn sind marode. Für die Sanierung werden vielfach Anlieger zur Kasse gebeten. Der Protest gegen hohe Straßenausbaubeiträge wächst. Ist die Abschaffung dieser Zwangsabgabe möglich und welche Finanzierungs-Alternativen gibt es?

Die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge wäre rein rechtlich möglich, ist aber aus meiner Sicht derzeit noch nicht entscheidungsreif. Die Möglichkeiten einer Gegenfinanzierung in Form einer erhöhten Grundsteuer stellen auch eine Belastung der Bürgerinnen und Bürger dar. Hier müssten erstmal alle Fakten überprüft werden. In die weitere Diskussion muss in jedem Fall die Bürgerschaft einbezogen werden.


Insbesondere kleine Fachgeschäfte haben in den letzten Jahren in der Innenstadt ihre Pforten geschlossen. Junge Menschen tätigen ihre Einkäufe überwiegend im Internet. Wie kann es gelingen, die Innenstadt weiterhin attraktiv zu gestalten und ein Läden-Sterben zu verhindern?

Mit der WiSta hat die Stadt ein gutes Instrument, um Angebot und Nachfrage in der Stadt zueinander zu bringen. Jedoch liegt die Entscheidung beim Eigentümer der Immobilie. Vorrangig müssen regionale Unternehmen gestärkt werden und mit Verkaufsräumen in der Innenstadt vertreten sein. Lokale Produkte und eine ansprechende Gastronomie müssen in der Fuzo für ein Verkaufserlebnis sorgen. Die Bemühungen des Einzelhandels müssen durch Politik und Verwaltung unterstützt werden. Dafür stehe ich.


Im jüngsten Fahrradklima-Test des ADFC ist Gifhorn bundesweit erneut auf einem hinteren Platz gelandet. Was muss getan werden, um das Radwegenetz in der Stadt deutlich zu verbessern?

Das Fahrrad gewinnt, nicht zuletzt als Elektrorad, weiter an Attraktivität, weshalb wir hier tätig werden müssen. Schaut man sich den Test an, wird klar, dass wir vor allem etwas für die Beschaffenheit und Ausschilderung der Radwege tun müssen. Hier gilt es, Geld in die Hand zu nehmen, um das Wegenetz auszubauen und zu sanieren, die Sicherheit zu erhöhen und eine gute Beschilderung zu ermöglichen. Weiterhin sind gesicherte und überdachte Abstellmöglichkeiten, insbesondere an den Bahnhöfen, zu schaffen.


Zum Feiern fahren viele junge Gifhorner schon seit Jahren in die Nachbarstädte, denn eine Disco gibt es in Gifhorn schon lange nicht mehr. Jetzt ist auch noch das Brauhaus dicht. Welche Möglichkeiten gibt es, um das Freizeit-Angebot für Jugendliche zu verbessern?

Wir müssen für verschiedene Veranstalter günstige Möglichkeiten schaffen, Partys und Events zu organisieren, um die Freizeitmöglichkeiten für die jungen Menschen besser zu gestalten. Hier könnte die Stadt mit Räumlichkeiten helfen. Die Gründung eines Jugendcafés im Innenstadtbereich als kostengünstiger Treffpunkt für Schüler und Auszubildende halte ich für wichtig und werde ich unterstützen.


Viele Flüchtlinge sind seit 2015 nach Gifhorn gekommen. Wie kann die Integration dieser Menschen gelingen?

Eine fundierte Ausbildung und das Erlernen unser Sprache sind elementar wichtig, um die Menschen hier vor Ort zu integrieren. Das Handwerk und die Wirtschaft benötigen dringend Arbeitskräfte. Auch hier besteht eine große Chance der Integration. Die unermüdliche Arbeit der Ehrenamtlichen ist an dieser Stelle extrem wichtig und muss weiter gefördert werden. Wichtig ist auch die Bereitstellung von Wohnraum an dezentralen Stellen in unserer Stadt. Dies erleichtert die Integration und baut auch Barrieren ab.

Die übrigen Kandidaten fürs Bürgermeisteramt

Das ist CDU-Kandidat Matthias Nerlich

Das ist Grünen-Kandidatin Nicole Wockenfuß

Das ist AfD-Kandidat Stefan Marzischewski-Drewes

Von unserer Redaktion

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