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Gifhorn Stadt Das ist CDU-Kandidat Matthias Nerlich
Gifhorn Gifhorn Stadt Das ist CDU-Kandidat Matthias Nerlich
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13:22 17.05.2019
Will Gifhorner Bürgermeister bleiben: CDU-Kandidat Matthias Nerlich. Quelle: Privat
Gifhorn

Eine Kandidatin und drei Kandidaten treten am Sonntag, 26. Mai, um das Amt des Gifhorner Bürgermeisters zur Wahl an. Das heißt, die Bürger haben auch tatsächlich eine Wahlmöglichkeit – Demokratie in ihrer besten Form. Hier stellen wir CDU-Kandidat Matthias Nerlich vor.


Gifhorn ist als Wohnort beliebt. Wie soll es in den nächsten Jahren gelingen, bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen?

Wir haben die Weichen gestellt. In jedem neuen Baugebiet werden 20 Prozent der Flächen für förderfähigen Wohnraum reserviert. Und wir haben ein städtisches Förderprogramm aufgelegt. Die Maßnahmen greifen, knapp 100 Wohnungen sind bereits im Bau. Unser Part als Stadt ist es, Bauflächen auszuweisen, und da sollten wir ruhig kreativer sein: Aufstocken, innerstädtische Brachen erschließen, gemeinschaftliche Bauprojekte ermöglichen. Vieles ist möglich.

Steckbrief: Das ist Matthias Nerlich

Alter: 46

Beruf: Jurist, aktuell Bürgermeister

Vorbilder: Jürgen Klopp, der Menschen mit Leidenschaft motiviert und Unmögliches möglich macht

Lieblingsbuch: Thriller von Dan Brown, zum Beispiel „Illuminati“

Lieblingsessen: Kartoffelpuffer

Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen? Essen, Trinken und Aladins Wunderlampe – die erfüllt drei Wünsche

Lieblingsurlaubsort: Mallorca


Immer mehr junge Familien ziehen in das Stadtgebiet und in die Ortsteile. Krippen- und Kindergartenplätze werden knapp. Wie sieht das Zukunftskonzept aus, um für ausreichend Kita-Plätze zu sorgen?

Ganz einfach: Wir werden weitere Kitas im Stadtgebiet und in den Ortsteilen bauen, und zwar über den tatsächlichen Bedarf hinaus. Denn ich möchte nicht nur den Bedarf decken, sondern auch die Gruppengrößen weiter verkleinern. Deshalb brauchen wir mehr Platz. Damit heben wir nicht nur die Qualität der Betreuung, sondern wir verbessern auch die Arbeitsbedingungen des pädagogischen Personals, das ja mitwachsen muss.


Viele Straßen in Gifhorn sind marode. Für die Sanierung werden vielfach Anlieger zur Kasse gebeten. Der Protest gegen hohe Straßenausbaubeiträge wächst. Ist die Abschaffung dieser Zwangsabgabe möglich und welche Finanzierungs-Alternativen gibt es?

Klar gibt es Finanzierungsalternativen, man kann zum Beispiel die Grundsteuer erhöhen. Aber ist das gerechter? Die Mieten werden steigen, denn die Grundsteuer wird auf die Miete umgelegt. Hinzu kommt, dass die Grundsteuer neu aufgestellt wird. Erst wenn es neue Bewertungsgrundlagen gibt, haben wir die Basis für die Neuberechnung. Davon abgesehen gibt es in den Anliegerversammlungen kaum Diskussionen, und wenn sind sie überwiegend sehr sachlich.


Insbesondere kleine Fachgeschäfte haben in den letzten Jahren in der Innenstadt ihre Pforten geschlossen. Junge Menschen tätigen ihre Einkäufe überwiegend im Internet. Wie kann es gelingen, die Innenstadt weiterhin attraktiv zu gestalten und ein Läden-Sterben zu verhindern?

Die Kunden suchen nicht nur das Schnäppchen im Internet, sondern haben auch Lust auf ein stimmungsvolles Einkaufserlebnis. Genau hier liegen die Chancen für eine Veränderung. Ich möchte die Fußgängerzone neu gestalten, mit viel Grün, Wasser und neuen kulturellen Angeboten. Damit locken wir mehr Menschen in die City. Eine belebte Innenstadt ist wiederum auch ein Anreiz für neue gastronomische Angebote und Geschäfte.


Im jüngsten Fahrradklima-Test des ADFC ist Gifhorn bundesweit erneut auf einem hinteren Platz gelandet. Was muss getan werden, um das Radwegenetz in der Stadt deutlich zu verbessern?

Zugegeben, wir haben als Stadt Nachholbedarf. Was wir jetzt brauchen, ist ein Konzept, das das Radwegenetz völlig neu denkt. Daran arbeiten wir. Mit den E-Bikes kommen die Lastenräder und es werden mehr Fahrräder mit Kinderanhänger unterwegs sein. Von daher brauchen wir breitere Radwege. An den Ampeln wird es Grünphasen für Radfahrer geben und es sind überdachte Fahrradgaragen an den Bahnhöfen und in der Fußgängerzone geplant.


Zum Feiern fahren viele junge Gifhorner schon seit Jahren in die Nachbarstädte, denn eine Disco gibt es in Gifhorn schon lange nicht mehr. Jetzt ist auch noch das Brauhaus dicht. Welche Möglichkeiten gibt es, um das Freizeit-Angebot für Jugendliche zu verbessern?

Ich bin mir nicht sicher, ob eine Disco das ist, was junge Leute in Gifhorn wirklich vermissen. Ich kenne viele, die viel lieber Clubs besuchen. Die gute Nachricht: Am Schillerplatz eröffnet bald die erste Event-Bar, ein Projekt von zwei jungen Leuten, das von der städtischen Wirtschaftsförderung intensiv begleitet wird. Und wir sind mit weiteren Interessenten im Gespräch. Übrigens gibt es auch noch die Grille mit wirklich tollen Veranstaltungen.


Viele Flüchtlinge sind seit 2015 nach Gifhorn gekommen. Wie kann die Integration dieser Menschen gelingen?

1. Das Wichtigste ist das Erlernen der deutschen Sprache. Hier könnte es sicherlich noch mehr Sprachkurse geben. 2. Menschen, die sich integrieren möchten, müssen schneller eine Arbeitsgenehmigung erhalten. 3. Wir haben mit unserem Flüchtlingskoordinator eine Plattform geschaffen, die Betriebe, die händeringend nach Auszubildenden oder Arbeitskräften suchen und offen für Flüchtlinge sind, mit interessierten Flüchtlingen zusammenbringt.

Die übrigen Kandidaten fürs Bürgermeisteramt

Das ist SPD-Kandidat Gunter Wachholz

Das ist Grünen-Kandidatin Nicole Wockenfuß

Das ist AfD-Kandidat Stefan Marzischewski-Drewes

Von unserer Redaktion

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