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Gifhorn Stadt Betrunkene fährt Kind an: Verkehrswacht fordert 0,0-Promille-Grenze
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12:28 16.12.2019
Alkoholfahrt mit Folgen: Eine Gifhorner Unfallfahrerin muss sich bald vor Gericht verantworten. Quelle: Cagla Canidar Archiv
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Gifhorn

So viel Empörung und Aufsehen hat eine Unfallmeldung selten in Gifhorn hervorgerufen: Am Samstag gegen 17 Uhr kam eine 41-jährige Golffahrerin aus Gifhorn aus Richtung Bahnhofstraße und wollte auf die Braunschweiger Straße abbiegen. Dabei erwischte sie ein Mädchen (13), das mit seinen Eltern gerade die Straße überquerte, frontal. Ohne sich zu kümmern, fuhr die Frau weiter. Wie es dazu kam und was nun die Folgen sind – das erläutert die Polizei auf AZ-Anfrage.

Polizistinnen als Augenzeugen

Just zum Unfall-Zeitpunkt fuhr ein Streifenwagen der Polizei auf der Braunschweiger Straße. Zwei Polizistinnen beobachteten den Unfall und verfolgten die Fahrerin, die dann nach einigen Metern an der Braunschweiger Straße anhielt. „Es war ein großes Glück, dass die Kolleginnen Augenzeugen waren“, berichtet Polizeisprecher Thomas Reuter. Die Eltern seien so geschockt gewesen, dass eine Verfolgung der flüchtenden Golffahrerin womöglich gescheitert wäre.

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Frau steigt schwankend aus

So war die Unfallflucht nach wenigen Metern beendet, der Sachverhalt schnell geklärt. Denn die Frau roch nach Alkohol und stieg laut Polizei schwankend aus dem Auto. Sie gab gegenüber den Polizistinnen an, eine Flasche Wein getrunken zu haben, bevor sie bei der Post Briefmarken holte.

Verkehrswacht für striktes Alkoholverbot

Ob sich mit einer Flasche Wein nachmittags ein Promillewert von 2,41 einstellt, bezweifelt Lutz Dietrich von der Kreisverkehrswacht. Der Wert deute schon auf einen extremeren Alkoholkonsum hin. „Ein Gelegenheitstrinker hätte bei diesem Wert schon Probleme, ins Auto einzusteigen.“ Für ihn ist der Vorfall auf jeden Fall Anlass, die Einführung der 0,0-Promille-Grenze zu fordern. Er mahnt auch andere Autofahrer, die angetrunken am Steuer sitzen: „Selbst ein ganz niedriger Wert kann für den Fall, dass etwas passiert, schlimme Folgen haben.“

Drei Strafanzeigen

Für die 41-Jährige wird der Vorfall erhebliche Konsequenzen haben. Vor Gericht wird sie sich wegen Straßenverkehrsgefährdung, unerlaubtem Entfernen vom Unfallort und fahrlässiger Körperverletzung verantworten müssen. Einkassiert ist schon jetzt der Führerschein. „Der könnte ungefähr ein Jahr lang weg sein, eine empfindliche Geldstrafe ist auch möglich“, erläutert Reuter.

Mädchen zum Glück nur leicht verletzt

Die gute Nachricht: Das Mädchen, das frontal von dem Golf erfasst wurde, kam vorsorglich mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Die 13-Jährige klagte über Schmerzen am Oberschenkel, konnte nach ambulanter Versorgung jedoch wieder nach Hause.

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