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Gifhorn Stadt Schluss mit Nummer ziehen: Jetzt wird Gifhorns Autozulassung digital
Gifhorn Gifhorn Stadt Schluss mit Nummer ziehen: Jetzt wird Gifhorns Autozulassung digital
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12:47 03.01.2020
Auto zulassen: Das geht beim Landkreis Gifhorn auch digital. Allerdings müssen die Autohalter dafür einige Voraussetzungen erfüllen. Quelle: dpa
Gifhorn

Schluss mit Nummer ziehen und warten: Auch Gifhorns Zulassungsstelle wird immer digitaler. Mitte Oktober will der Landkreis es den Bürgern ermöglichen, Autos online an-, ab- oder umzumelden.

Wird immer digitaler: Das Straßenverkehrsamt rüstet sich gerade dafür, dass ab Mitte Oktober Autohalter ihre Fahrzeuge online anmelden können. Quelle: Cagla Canidar Archiv

Zwei Stufen der Digitalisierung im Straßenverkehrsamt hat der Landkreis schon gezündet. „Bereits seit dem 1. Januar 2015 ist die internetbasierte Außerbetriebsetzung von Fahrzeugen möglich“, sagt Erster Kreisrat Dr. Thomas Walter. Und seit genau zwei Jahren ist es digital möglich, ein zuvor außer Betrieb gesetztes Fahrzeug wieder anzumelden – wenn der Halter und der Zulassungsbezirk jeweils die selben geblieben sind. Die dritte Stufe hat die Behörde mittlerweile auch gezündet.

Höhere technische Anforderungen

Dafür mussten Techniker einer Firma das System konfigurieren, sagt Walter. Die technischen Voraussetzungen, die der Landkreis optimieren musste, drehen sich vor allem um die Anforderungen für Sicherheitsprüfungen. Dazu haben die IT-Techniker ein Update vorgenommen.

Weg vom Papierkram

„Klicken und losfahren“ ist für Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer das Motto der Digitalisierung bei einem der meistgenutzten Verwaltungsverfahren Deutschlands. Im vorletzten Jahr habe es bundesweit fast 20 Millionen Zulassungsverfahren gegeben. „Wir wollen weg vom Papierkram und lästigen Behördengängen“, so der Minister. Doch welche Vor- und Nachteile sieht der Landkreis Gifhorn?

Das braucht es zur Online-Zulassung

Wer sein Auto online anmelden will, braucht vor allem einen Personalausweis mit Online-Ausweisfunktionalität. Das sind laut Erstem Kreisrat Dr. Thomas Walter alle seit November 2010 ausgestellten Persos. Die Funktion muss allerdings auch aktiviert und die PIN dazu bekannt sein.

Darüber hinaus braucht der Kunde auch ein Kartenlesegerät für seinen Rechner. Über ein Smartphone mit NFC-Chip geht es auch per AusweisApp 2.

Beim Online-Verfahren ersetzt ein Sicherheitscode die analoge Zulassungsbescheinigung. Auch die Versicherungsbestätigung muss in elektronischer Form als VB-Nummer vorliegen.

Dazu kann Walter noch nichts sagen. „Aufgrund mangelnder Erfahrung mit der Stufe 3 gibt es hier noch keine Erkenntnisse.“ Auch die Kollegen der umliegenden Landkreise und Städte seien noch beim Aufbau der Stufe 3, so sei auch bislang kein Erfahrungsaustausch möglich. „Wenn das Verfahren sich in der Zukunft etabliert, kann dies letztlich zu einem besseren Bürgerservice und beschleunigten Zulassungen beitragen.“

Ohne Warten geht es doch nicht

Fest dürfte stehen, dass es auch online nicht ganz ohne Warten abläuft. Zwar spart sich der Autohalter den Aufenthalt im Warteraum des Straßenverkehrsamt, dafür kommen die wichtigen Papiere per Post – was ein paar Tage dauern kann.

Auto online zulassen: So geht’s

Auf der Homepage des Landkreises Gifhorn gibt es rechts das Feld „Kfz-Angelegenheiten“. Über dieses Portal gibt der Autohalter seine Daten ein.

Bei der Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) muss der Sicherheitscode freigelegt werden. In die Auftragsmaske im Portal werden nun alle notwendigen Daten wie Fahrzeug-Identifizierungsnummer, Sicherheitscode, Datum der Hauptuntersuchung, eVB-Nummer der Versicherung (elektronische Versicherungsbestätigung) und IBAN des Halters eingetragen. Nun wählt man ein freies Kennzeichen aus oder gibt ein reserviertes oder Wunschkennzeichen an.

Das Portal verarbeitet die Eingaben maschinell und zeigt an, ob alles vollständig und plausibel ist. „Fehlende oder unplausible Daten können bis zu drei Mal korrigiert werden“, sagt Erster Kreisrat Dr. Thomas Walter. Der Kunde könne den Antrag auch unvollständig oder fehlerhaft stellen – dann bearbeite ihn die Zulassungsstelle per Hand und entscheide, wie es weiter geht.

Wenn alles okay ist: Die Zulassungsbehörde schickt den schriftlichen Bescheid per Post zum Kunden, ebenso Plaketten und Zulassungsbescheinigungen.

Weitere Infos gibt es auch beim Bundesverkehrsministerium im Internet unter www.bmvi.de.

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