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Gifhorn Stadt Baustellen-Marathon sorgt für Frust bei Pendlern
Gifhorn Gifhorn Stadt Baustellen-Marathon sorgt für Frust bei Pendlern
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20:43 09.07.2019
Stau in Osloß: Vor allem die B 188 ist durch den starken Verkehr und die Baustelle in der Ortsdurchfahrt ein echtes Nadelöhr geworden. Quelle: Sebastian Preuß
Kreis Gifhorn

Pendler laufen Sturm gegen die Bauarbeiten zwischen Gifhorn und Wolfsburg. Viele beklagen, doppelt so lange unterwegs zu sein wie sonst. Vor allem verstehen sie nicht, warum gleich auf drei wichtigen Routen – B 188 in Osloß, K 114 hinter Ilkerbruch und L 292 bei Calberlah – Arbeiten stattfinden müssen.

Weyhausen kennt Astrid Kruppa aus Gifhorn jetzt aus dem Effeff. Sie hat 45 Minuten Zeit, sich den Ort aus dem Bus der Werkslinie 155 genau zu betrachten. Danach kommt dann Osloß mit seiner Baustellenampel. Lustig findet es die VW-Arbeiterin nicht. „Ich bin sonst um 16.50 Uhr zuhause, jetzt um 18.30 Uhr.“

Ampelregelung in Edesbüttel: An der Kanalbrücke wird der Verkehr geregelt, um sie zu entlasten. Quelle: Sebastian Preuß

Task Force von VW zu spät informiert

„Ich finde es eine Frechheit, was die Verantwortlichen hier mit den Baustellen machen“, sagt Kruppa. Auch Puppe ärgert die fehlende Absprache. „Bei VW gibt es die Task Force Verkehr, die ist aber erst vor kurzem informiert worden, also zu einem Zeitpunkt, wo schon alles geplant war.“

Der Bau des Amphibien-Leitsystems auf der K 114 stößt bei Pendlern besonders auf Kritik – bei Facebook-Kommentatoren und bei Puppe: Warum die Einbahnstraßenregelung nicht mittags, wenn der Schichtverkehr Richtung Gifhorn rollt, einfach umgedreht wird, will ihm nicht in den Kopf.

Gibt es nicht sinnvollere Lösungen? Pendler haben Ideen

Stattdessen fährt der Bus auf die A 39, „und dann stehen wir schon mal bis Weyhausen die erste halbe Stunde“. Durch Weyhausen staut sich der Verkehr weiter, denn in Osloß ist die halbseitige Sperrung mit Ampel das nächste Hindernis. „Und dann fährt der Bus von der Dragenkreuzung aus Richtung Süden auf der K 114 bis zur Wolfsburger Straße, weil er dort wieder auf seine alte Route kommt“, versteht Puppe nicht, warum sich die Verkehrsplaner da keine sinnvollere Lösung überlegt haben: „Zum Beispiel eine Linie, die auf der B 188 bleibt und bis Wesendorf weiter fährt, und eine zweite Linie, die abbiegt zur Wolfsburger Straße.“ Eine weitere Möglichkeit wäre aus seiner Sicht, die Verlängerung Lehmweg zumindest für die Bauphase frei zu geben.

Viele Betroffene kommentieren die Situation in den Sozialen Medien mit Häme. „Warum baut man nicht noch an mehr Stellen gleichzeitig, dann kann man gleich am Arbeitsplatz pennen“, schreibt ein Leser. Eine Leserin: „Und nur mal nebenbei erwähnt: Die Umleitung über Wettmershagen-Edesbüttel hat seit heute Nachmittag eine Baustellenampel an der Kanalbrücke Edesbüttel.“

Was die Pendler für die Zukunft erwarten

„Jetzt ist es zu spät“, sagt Kruppa. Für die Zukunft wünscht sie sich eine bessere Abstimmung und vor allem mehr Personaleinsatz an den Baustellen. Das Argument der Werksferien sieht Puppe skeptisch: „Bei mir im Büro sind 50 Prozent der Leute trotzdem da.“ Der Gamsener hat sich für eine individuelle Lösung entschieden: „Ich werde jetzt mit der Bahn fahren.“ Damit spart er fast eine Stunde. Und hofft, dass die angekündigten Bauzeiten auch eingehalten werden – ist da allerdings skeptisch.

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Von Dirk Reitmeister und Christina Rudert

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