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Gifhorn Stadt Maßnahmen zur Renaturierung der Aller
Gifhorn Gifhorn Stadt Maßnahmen zur Renaturierung der Aller
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17:00 12.11.2019
Begutachtung vor Ort: In der Aller bei Wilsche wurden Renaturierungsmaßnahmen umgesetzt. Quelle: Aktion Fischotterschutz e.V.
Wilsche

Die Aktion Fischotterschutz hat im Rahmen des Projektes „Artenvielfalt in der Aller – Neue Lebensräume für die Barbe“ einen ersten Gewässerabschnitt in Wilsche ökologisch aufgewertet.

Natürliche Strukturen und Lebensräume

Im vergangenen Jahrhundert wurde die Aller ausgebaut und reguliert. Dabei gingen natürliche Strukturen und Lebensräume im und am Gewässer sowie die ökologische Durchgängigkeit verloren. Um die Struktur- und Lebensraumvielfaltwieder zu erhöhen, wurden in Kooperation mit dem Unterhaltungsverband Oberaller auf rund 200 Meter Länge verschiedene Gewässer-Entwicklungsmaßnahmen umgesetzt.

400 Tonnen Kies eingebaut

Mit rund 400 Tonnen Kies erfolgte der Einbau von zwei Kiesbetten auf gesamter Gewässerbreite. Kies ist für viele Fischarten, wie Barbe, Forelle und Groppe, ein wichtiges Laichhabitat. Gleichzeitig bildet das Kieslückensystem Lebensraum für unzählige Insektenlarven. Stammhölzer, Wurzelstubben und Raubäume ergänzen die Maßnahme, sie dienen den Fischen als Strömungsschatten und Unterstand und bieten Jungfischen Schutz vor Fressfeinden.

Mehr Lebensraum für Fische

Wo vorher die Aller unnatürlich eintönig floss, sorgen nun Verwirbelungen für mehr Strömungsvielfalt und damit für mehr Lebensraum für Fische. Die Maßnahme wurde vorab mit den Behörden, dem Unterhaltungsverband und den angrenzenden Landwirten abgestimmt. Der Einbau der Strukturen erfolgte im Niedrigwasserbereich und hat keinen Einfluss auf den ordnungsgemäßen Hochwasserabfluss.

Am Anfang skeptisch

„Es freut uns sehr, dass wir einen ersten Gewässerabschnitt der Aller aufwerten konnten. Das kommt vielen Fischen, aber auch den Kleinstlebewesen im Gewässer zugute“, erläuterte Anke Willharms von der Aktion Fischotterschutz. „Als Anlieger war ich skeptisch, was den Wasserabfluss und die Beeinträchtigung meiner landwirtschaftlichen Flächen betrifft, aber das Ergebnis überzeugt mich. Es ist schön zu sehen, dass die Aller wieder vielseitig strömt und sich neue Lebensräume für die heimische Tier- und Pflanzenwelt entwickeln“, so der Landwirt Christian Ramme, der dort Flächen bewirtschaftet.

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