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Gifhorn Stadt Lehrer informieren sich über Anzeichen rechtsradikaler Gesinnung
Gifhorn Gifhorn Stadt Lehrer informieren sich über Anzeichen rechtsradikaler Gesinnung
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18:24 19.09.2019
Rechtsextremismus rechtzeitig erkennen: Andreas Ostwaldt und Stephan Meinecke vom Staatsschutz waren in der BBS I. Quelle: Torben Niehs
Gifhorn

Rechtsextremismus ist ein Phänomen, das heutzutage viel zu oft an Schulen vorkommt. Am Donnerstag war Kriminalhauptkommissar Andreas Ostwaldt vom Staatsschutz an der BBS I und informierte 120 angehende Pädagogen – Erzieher, sozialpädagogische Assistenten und Sozialpädagogen –, woran Radikalisierung erkennbar wird und wie man damit umgehen kann.

Alarmzeichen

Alarmzeichen benennen – Kleidung von bestimmten Labels gehört dazu, manche Musik lässt sich als tendenziös in Richtung Rechts definieren: Damit geht es laut Ostwaldt von der Präventionsstelle Politisch Motivierte Kriminalität los. Werdegänge darlegen und Präventionswege aufzeigen, das sei der richtige Ansatz.

Ostwaldt berichtete von einem konreten Fall: Ein 13-Jähriger war mit einer Liste nicht offiziell verbotener Kleidungslabel in der Schule aufmarschiert und hatte protestiert, dass die Lehrerin ihm das Tragen dieser Kleidung nicht gestatte. „Wie würden Sie damit umgehen?“, fragte Oswaldt die Schüler.

Eindeutige Tätowierung

Die Eltern einschalten, kam die Antwort. „Der Vater hat am Hals zwei Achten eintätowiert, kommt also auch aus der rechten Szene“, berichtete Ostwaldt weiter. Die beiden Achten stehen für den achten Buchstaben im Alphabet. 88 ist daher der Code für HH – „Heil Hitler“. Da sei kein weiteres Gespräch möglich. Was also dann?

Ostwaldt sowie Stephan Meinecke von der Gifhorner Polizei verwiesen auf Beratungsstellen und Präventionsbündnisse, die in solchen Situationen angesprochen werden sollten. „Es gibt breite Unterstützung.“

Ursachenforschung

Wichtig sei aber, jeden Fall einzeln anzusehen: „Woher kommt die Radikalisierung?“ Womöglich sei jemand ausgegrenzt und in eine rechte Ecke gedrängt worden, nur weil er kritische Fragen in eine bestimmte Richtung gestellt habe, berichtete Ostwaldt von eigenen Erlebnissen. Auch Meinecke stellte fest: „Wir erleben regelmäßig, dass auf Schulhöfen per Handy Hakenkreuze rumgeschickt werden. Dann ist immer die Frage, ob da jemand nicht nachgedacht hat oder tatsächlich in die rechte Szene gehört.“

Thema wird weiter bearbeitet

Yvonne Bünger-Ernstson, Abteilungsleiterin der Bereiche Pflege und Sozialpädagogik der BBS I, verwies auf die nächste Veranstaltung zum Thema Radikalisierung: „Im November geht es um Salafismus.“ Und dazwischen arbeiten die Schüler im Politik-Unterricht den Vormittag mit Andreas Ostwaldt und Stephan Meinecke auf, „Material haben wir einiges“.

Von Sophie Goldhahn und Christina Rudert

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