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Gifhorn Stadt B 188: Das macht den Brückenneubau so knifflig
Gifhorn Gifhorn Stadt B 188: Das macht den Brückenneubau so knifflig
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21:08 22.12.2019
Knifflige Angelegenheit: Die Landesbehörde tüftelt immer noch, wie sie den Brückenneubau an der B 188 bei Brenneckenbrück über die Bühne bringen kann, ohne den Verkehr lange zu behindern. Quelle: Sebastian Preuß
Brenneckenbrück

Mehrere Möglichkeiten hat die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, den Neubau der Allerbrücken der B 188 bei Brenneckenbrück über die Bühne zu bringen. Die Qual der Wahl ist dabei, dass keine Arbeits-Variante wirklich einfach ist. Eine Favoritin zeichnet sich ab, aber noch kein Durchbruch.

Wer die Örtlichkeit kennt, weiß über was die Straßenbauer da brüten müssen. Auf beiden Seiten der B 188 stehen dicht an der östlichen Allerbrücke Gebäude. „Wir untersuchen momentan verschiedene Möglichkeiten“, sagt Michael Peuke, Leiter der Wolfenbütteler Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Drohen lange Umleitungen?

Er und seine Leute könnten es sich einfach machen: Die alte Brücken abreißen, in Ruhe die neuen aufbauen. Das würde eine langfristige Vollsperrung mit weiträumiger Umleitung bedeuten. Doch so einfach macht es sich Peuke nicht angesichts der Belastungen, die auf die Umleitungsstrecken und deren Anwohner zukämen. „Das muss bewertet werden, da gibt es zig Punkte.“

Die Sache mit der Behelfsbrücke

Auch bei einer Operation an der offenen Straße gäbe es mehrere Möglichkeiten, keine weniger knifflig als die andere. Da wäre die Behelfsbrücken-Lösung. Der Verkehr könnte auf ihr an der Baustelle vorbei rollen – entweder auf zwei Fahrspuren oder auf einer mit Ampelregelung, was Peuke allerdings als eher suboptimal bewertet. Nur wohin mit der Behelfsbrücke? Die Trassenführung steht immer noch nicht fest. Zu möglichen Grundstücksverhandlungen äußert sich Peuke nicht, nur so viel: Es werde Gespräche geben. Wer die Örtlichkeit vor Augen hat ahnt, wie ambitioniert das Vorhaben sein dürfte.

Die neue neben die alte Brücke bauen?

Eine weitere Möglichkeit ist laut Peuke, statt Behelfsbrücken die endgültigen neuen Brücken neben die bisherige B 188 zu bauen und nach Fertigstellung der neuen Trasse die alten abzureißen. Doch das ist nicht Peukes Favoritin.

Es geht nicht ohne Planfeststellungsverfahren

Einen Termin-Fahrplan kundzutun, so verwegen ist der oberste Straßenbauer aus Wolfenbüttel nicht. Weil das Allertal dort inzwischen ein Naturschutzgebiet ist und aller Voraussicht nach in fremde Grundstücke eingegriffen werden muss, ist ein Planfeststellungsverfahren für den doppelten Brückenneubau unumgänglich. Er hoffe, dass die Planfeststellung im neuen Jahr erfolge.

Das wilde Jahr 2020

An das denkt Peuke schon mit gemischten Gefühlen. Seine Leute seien stark eingebunden in die Planungen der A 39 und der vierspurigen B 4 zwischen Gifhorn und Braunschweig, um nur die Projekte in der Region Wolfsburg-Gifhorn zu nennen. Darüber hinaus stünden behördeninterne Umstrukturierungen an, was künftig den Autobahnbau betreffe. „Wir werden ein ziemlich wildes Jahr 2020 vor uns haben.“

Von Dirk Reitmeister

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