Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Auf der Suche nach Ausbildungsplätzen durch die pralle Sonne
Gifhorn Gifhorn Stadt Auf der Suche nach Ausbildungsplätzen durch die pralle Sonne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:27 29.06.2019
Informationen im direkten Gespräch: Die Open-Air-Jobbörse vermittelte Kontakte zwischen Stellensuchern und Stellenbietern. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

Am Dienstag hatte Anke Staßar von der Betriebsleitung der Bäckerei Meyer aus Wahrenholz mit Blick auf die Wetterprognose noch überlegt, die Teilnahme an der Jobbörse am Mittwoch abzublasen. „Ich bin froh, dass wir hier sind“, sagt sie im Schatten des Pavillons. „Ich hätte nicht gedacht, dass bei der Hitze hier so ein Zulauf ist.“

Gerade sind zwei Mädchen mit einer Brötchentüte gegangen, die eine Bewerbung angekündigt haben. Staßar und ihre Kolleginnen setzen große Hoffnungen auf die Jobbörse, denn: „Wir haben arge Nachwuchsprobleme.“ Da muss der Betrieb einfach werben, und die Jobbörse sei eine gute Gelegenheit, potenzielle Bewerberinnen und Bewerber auf sich aufmerksam zu machen.

Die Hitze hätte den einen oder anderen abschrecken können. Aber Thomas Steinborn vom Jobcenter Gifhorn war mit dem Erfolg der Ausbildungsplatzbörse hinter dem Jobcenter zufrieden. Potenzielle Arbeitgeber und potenzielle Auszubildende fanden zueinander – weil im persönlichen Gespräch doch mehr zu klären ist als beim Blick auf die Homepage.

Besser als die Homepage

Eduard Hahn (17) aus Wesendorf und Igor Materin (18) aus Groß Oesingen suchen Ausbildungsplätze. Im Internet haben sie sich schon informiert, die Namen der Firmen, die am Ribbesbütteler Weg ausstellen, sagen ihnen schon was. „Persönlich reden ist viel besser als die Homepage“, sagt Materin.

Der 18-Jährige war unter anderem bei Bertrandt und JV, sucht etwas rund um Automobiltechnik. Das Angebot so einer Jobbörse finde er sehr gut, leider habe er noch nichts für 2019 gefunden. Die meisten böten Lehrstellen erst ab 2020 an. „Das ist schade.“ Auch Hahn sucht lieber das persönliche Gespräch, etwa bei Bertrandt und H&D. „Ich fand das sehr positiv.“ Das sei immer noch besser, als im Internet zu gucken.

Viel Platz

50 Arbeitgeber und Bildungsträger habe man auf dem Außengelände versammelt, so Andreas Standop vom Jobcenter in Gifhorn. „Wir wollten mal was zeigen, was mehr Platz braucht“, begründet er den neuen Standort der Börse. So konnten die Anbieter nicht nur Pavillons mitbringen, sondern auch unter anderem Fahrzeuge. „Wir rechnen mit ungefähr 800 Interessierten“, so Standop. Dabei sei allerdings abzuwarten, wie groß die Konkurrenz durch Freibäder und Seen sei.

Thomas Steinborn vom Jobcenter ist optimistisch. Es hätten sich zahlreiche Schulklassen angemeldet – „in den Schulen ist ja jetzt nicht mehr viel los“ –, und die Mitarbeiter hätten bereits am Vormittag zahlreichen Gruppen den Weg zum Ausstellungsgelände gewiesen.

Alle Branchen suchen

Das Interesse bei den Arbeitgebern an der Jobbörse sei groß, sagt Steinborn. „Wir haben keine Branche mehr, die nicht sucht.“

Von Dirk Reitmeister

Der GWG geht es wirtschaftlich gut. Allerdings steigen die Kosten schneller als die Einnahmen. Das hat Folgen für die Dividende.

26.06.2019

Rettet die Bienen: Bei Bienenvölkern im Stadtgebiet von Gifhorn und in der Gemeinde Leiferde wurde der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut festgestellt – das hat Folgen.

29.06.2019

Die Gifhorner Aktivisten von FridaysforFuture sind beharrlich: Am Freitag gehen die Schüler erneut auf die Straße, um für ein radikales Umdenken und Handeln in Sachen Klimaschutz zu demonstrieren. Die Ansage ist klar: „Wir streiken, bis ihr handelt!“

26.06.2019