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Gifhorn Stadt Gifhorner attackiert Politesse: Das ist die Strafe
Gifhorn Gifhorn Stadt Gifhorner attackiert Politesse: Das ist die Strafe
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16:46 13.11.2019
Fall vor Gericht: Auch das Smartphone soll ein Gifhorner der Mitarbeiterin des Ordnungsamtes aus der Hand geschlagen haben. Quelle: picture alliance / dpa-tmn
Gifhorn

Er wollte eigentlich nur seinen Sohn mit dem Auto an der Schule abholen, doch dann sah er Rot. Die Quittung gab es am Amtsgericht Gifhorn: Weil er eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes aus Ärger über sie geschubst hatte und ihr Handy wegwarf, kassierte ein 50-jähriger Gifhorner eine sechsmonatige Bewährungsstrafe. Obendrein ist der Führerschein einen Monat lang futsch. Und 100 gemeinnützige Arbeitsstunden gab’s auch noch.

Enge Parksituation

„Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung“ – so lautete der Vorwurf juristisch. Passiert war Folgendes: Im Februar hatte der Gifhorner in der Straße am Bauernkamp sein Auto geparkt und wartete so wie weitere Eltern auf Schulschluss. Die prekäre Parksituation kennt die Stadt. Deshalb ist dort häufiger eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes, um die Lage zu entzerren. Und an diesem Tag gab es wohl einiges zu entzerren. Auch den 50-Jährigen sprach die Mitarbeiterin an.

Aufforderung nicht akzeptiert

Der Aufforderung, seinen Wagen wegzufahren, kam der Gifhorner nicht nach. Bei der zweiten Ansage wurde der Mann dann schon griffiger. Unter anderem soll er die Mitarbeiterin geschubst und ihr das Handy aus der Hand geschlagen haben. Als die 50-Jährige dann das Smartphone zum Fotografieren des Autos nutzen wollte, riss der Gifhorner das Gerät an sich und warf es weg.

„Ungefähr stimmt das so“

Hat sich das Ganze so abgespielt? Der Angeklagte gab sich zunächst wortkarg: „Ungefähr stimmt das so.“ Dann schilderte er seine Version. Sein Sohn sei doch schon kurz vorm Auto gewesen, andere hätten da auch mit dem Fahrzeug gestanden, das Handy sei mehr oder weniger aus der Hand gefallen. Aber er gestand auch: „Ich war so wütend.“

Dann tat es dem Gifhorner plötzlich leid

Das konnte das Opfer vor Gericht nur bestätigen. In ihrer Erinnerung war der Mann sehr aggressiv. Den Schubser habe sie abfangen können, mit dem Rücken landete sie an einem geparkten Wagen. Das Smartphone sei so kaputt gewesen, dass sie mit ihrem privaten die Polizei rufen musste. Das löste beim Angeklagten sichtlich eine Kehrtwende ein. „Ich wollte mich entschuldigen. Es tut mir leid.“

Eine weitere Zeugin (33) bestätigte die Angaben des Opfers. Staatsanwältin und Richter brauchten keine weiteren Zeugen mehr. Der Richter stimmte mit der Forderung der Staatsanwältin überein: Die sechsmonatige Freiheitsstrafe wird für drei Jahre auf Bewährung ausgesetzt, 100 gemeinnützige Arbeitsstunden sind zu leisten und der Führerschein wird für einen Monat eingezogen.

Von Andrea Posselt

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