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Gifhorn Stadt Anlieger besorgt über Pläne für 36 Meter hohen Funkturm
Gifhorn Gifhorn Stadt Anlieger besorgt über Pläne für 36 Meter hohen Funkturm
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06:00 12.06.2019
Protest in Winkel: Ein geplanter Funkmast-Bau bringt Anwohner auf die Palme. Quelle: Britta Schulze
Winkel

Die Winkeler sind alarmiert: Es gibt offenbar Pläne, im Wald hinter dem Heidegrund einen 36 Meter hohen Funkturm zu bauen. Darüber sind sie nicht wirklich erfreut. Kritik gibt es zudem an der Informationspolitik von Stadt und Ortsrat.

Durch Zufall auf markierte Bäume im Wald gestoßen

Dirk Böhm stieß durch Zufall auf markierte Bäume im besagten Waldstück. Auf Nachfrage beim Ortsrat habe er dann erfahren, dass diese Bäume gefällt werden sollen, wenn der 36 Meter hohe Funkmast gebaut werden soll. „Wir wurden im Vorfeld nicht richtig informiert. Zudem steht der Funkturm dann nur 60, 80 Meter von den Häusern entfernt. Die Bewohner von Winkel fordern vorerst die Einstellung aller Aktivitäten, bis eine verträgliche Lösung für alle Beteiligten gefunden ist“, so Böhm, der bereits rund 100 Informationsschreiben an seine Nachbarn verteilt hat.

Die Reaktionen auf die Schreiben sind eindeutig. In Antwortschreiben ist von Angst vor gesundheitlichen Folgen die Rede, von Landschaftsverschandelung. Keiner der persönlich angesprochenen Nachbarn hätte von dem Projekt gewusst, so Böhm.

Verwaltung: Stadt hat sehr wohl informiert – in Ortsratssitzung

Das will die Gifhorner Stadtverwaltung nicht so ganz stehen lassen. Sie bestätigte die Pläne für den Bau eines Funkturms, aber: „In der Ortsratssitzung am 29. November 2018 berichtete Ortsbürgermeister Ingo Göhmann öffentlich von der Absicht der Telekom, im Wald hinter dem Heidegrund einen Funkmast zu bauen“, betont die Verwaltung auf AZ-Anfrage, dass man informiert habe.

Weiter heißt es von der Verwaltung: Anfang 2018 gab es eine Anfrage seitens der Telekom bezüglich eines Standortes für einen Funkmast in Winkel. Da erhebliche Belange des Naturschutzes gegen den ursprünglich angedachten Standort sprachen, wurde dieser wieder verworfen. In Abstimmung mit dem Ortsbürgermeister Ingo Göhmann und dem Ortsrat wurde ein Alternativstandort gesucht.

Markierte Bäume dürfen noch nicht gefällt werden

Um den Mast bauen zu können, bedarf es einer Baugenehmigung. Bislang wurde bei der Stadt jedoch noch kein Bauantrag gestellt. Es wurden bereits Bäume markiert, aber diese dürfen nicht gefällt werden. Denn eine Fällgenehmigung wird nur in Zusammenhang mit einer gültigen Baugenehmigung erteilt, die nicht vorliegt. Außer den Markierungen sind seitens des Unternehmens bislang keine weiteren Maßnahmen erfolgt.

Von Thorsten Behrens

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