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Gifhorn Stadt Betrunken und mit Motor am Fahrrad: Senior muss zahlen
Gifhorn Gifhorn Stadt Betrunken und mit Motor am Fahrrad: Senior muss zahlen
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06:27 30.09.2019
Amtsgericht Gifhorn: Ein Rentner ist verurteilt worden, weil er betrunken mit einem motorisierten Fahrrad stürzte, für das er keine Fahrerlaubnis hatte. Quelle: Photowerk (Archiv)
Gifhorn

„Können wir nochmal zurück?“, fragte ein 69-jähriger Rentner den Gifhorner Amtsrichter kurz vor der Urteilsverkündung. Doch da war es schon zu spät. Wenige Minuten später war er verurteilt. Und zwar zu einer Geldstrafe von 4800 Euro wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Führerschein und Trunkenheit im Straßenverkehr.

Angeklagter schlägt Angebot aus

„Ich habe Ihnen zweimal eine Brücke gebaut. Sie wollten es nicht, jetzt ist es teurer geworden“, sagte der Richter. Der 69-Jährige war im Oktober 2018 in Gifhorn mit dem Fahrrad gestürzt und hatte sich dabei verletzt. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der Mann 1,52 Promille Alkohol intus hatte. Und dass das Fahrrad gar kein Fahrrad war, sondern einen Motor hatte und bis zu 47 Stundenkilometer fuhr. Dafür braucht es einen Führerschein, den der Mann nicht hatte.

Einspruch gegen Strafbefehl

Zur Verhandlung kam es nur, weil der Mann Einspruch gegen einen Strafbefehl über 2800 Euro eingelegt hatte. „Wenn wir verhandeln, kann es teurer werden“, warnte der Richter. Doch der Angeklagte lehnte ab: „Ich habe niemanden gefährdet und bin doch nur hingefallen, weil da ein Schlagloch war.“

Kein Zurück mehr für den Angeklagten

Doch darum ging es gar nicht. Der Richter sah den Sachverhalt als erwiesen an – und bot dem 69-Jährigen noch einmal an, den Strafbefehl zu akzeptieren. „Oder wollen Sie gerne mehr bezahlen?“ Wollte der Mann nicht unbedingt. „Aber das liegt ja an Ihnen“, sagte er zum Richter. Und als der vorrechnete, wie teuer es wohl werden würde, fragte der Angeklagte kleinlaut: „Können wir nochmal zurück?“

Das Urteil

Doch da war es schon zu spät. Der Richter sprach sein Urteil: 80 Tagessätze zu je 60 Euro, also 4800 Euro Geldstrafe. Statt vorher 70 Tagessätze zu je 40 Euro, also 2800 Euro. Macht einen Unterschied von 2000 Euro. „Jetzt ist es teurer geworden“, sagte der Richter.

Von Christian Albroscheit

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