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Gifhorn Stadt Bewährungsstrafe für schweren Diebstahl
Gifhorn Gifhorn Stadt Bewährungsstrafe für schweren Diebstahl
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12:00 28.09.2019
Amtsgericht Gifhorn: Wegen Diebstahls in besonders schwerem Fall wurde ein 23-Jähriger zu drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Quelle: Archiv
Gifhorn

Zwischen drei Monaten und zehn Jahren Gefängnis drohen in Deutschland als Strafe bei schwerem Diebstahl. Das Mindestmaß hat jetzt ein arbeitsuchender 23-Jähriger vom Gifhorner Amtsgericht aufgebrummt bekommen – allerdings auf Bewährung. Doch die Strafe umfasst noch mehr.

Im November sei der Mann aus dem Landkreis Gifhorn mit einem anderen jungen Mann nachts durch die Gifhorner Fußgängerzone gezogen. Gemeinsam hatten sie erst versucht, bei einem Geschäft die Scheibe der Eingangstür einzuwerfen. Als das nicht gelang, wandten sie sich einer Schaufensterscheibe zu – mit mehr Erfolg, so die Staatsanwaltschaft. Die Scheibe ging zu Bruch, die beiden Täter schnappten sich ein Paar Damenstiefel im Wert von 150 Euro. Die Stiefel sollten verkauft werden, um an Geld zu gelangen.

Mittäter ist schuldunfähig

Dem 23-Jährigen brachte die Tat aber kein Geld ein, sondern ein Verfahren am Amtsgericht. Gegen seinen Mittäter wurde wegen Schuldunfähigkeit nicht verhandelt. Kein Grund für den Angeklagten, alles auf seinen Komplizen zu schieben, er räumte die Tat ein. „Das war eine dumme Idee. Und ich war betrunken.“ Der Atemalkoholtest hatte in der Tatnacht 1,86 Promille ergeben. Die Stiefel waren schnell von der Polizei beim Mittäter sicher gestellt worden.

Der Diebstahl war die eine Sache, der Sachschaden die andere. Die Reparatur der Scheibe hat immerhin 1262 Euro gekostet. „Haben Sie sich denn schon entschuldigt“, wollte der Richter wissen. Das wollte der Angeklagte nach eigener Aussage direkt nach der Verhandlung erledigen. „Es hätte besser ausgesehen, wenn Sie das vorher gemacht hätten. Sie haben ja schon mal 30 Tage Ersatzhaft abgesessen. Wie war das so?“, bohrte der Richter weiter. „Nicht so toll“, die kleinlaute Antwort.

Die Flinte nicht gleich ins Korn werfen

Ein neuer Gefängnisaufenthalt drohte dennoch während der Verhandlung. „Elf Eintragungen im Strafregister wegen Sachbeschädigung, Diebstahl, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, Körperverletzung, und jetzt aktuell wegen der zerstörten Schaufensterscheibe ein schwerer Diebstahl: Da bleibt nur noch Geldstrafe oder Gefängnis“, machte der Richter klar, dass das Ende der Fahnenstange erreicht sei. Angesichts der Geständigkeit und der Tat im betrunkenen Zustand wollte der Vorsitzende aber „die Flinte nicht gleich ins Korn werfen“ und folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf drei Monate auf Bewährung – bei drei Jahren Bewährungsfrist – und 100 Arbeitsstunden, abzuleisten binnen sechs Monaten.

Von Thorsten Behrens

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