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Gifhorn Stadt 50-Jähriger verfolgt Ex-Frau, schlägt und beleidigt sie – Geldstrafe
Gifhorn Gifhorn Stadt 50-Jähriger verfolgt Ex-Frau, schlägt und beleidigt sie – Geldstrafe
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19:00 10.09.2019
Amtsgericht Gifhorn: Ein 50-Jähriger ist verurteilt worden, weil er seiner jetzigen Ex-Frau nachgestellt, sie beleidigt und geschlagen hat. Quelle: Photowerk (Archiv)
Gifhorn

Ein 50-jähriger, in Gifhorn lebender Libanese hat seiner jetzigen Ex-Frau über Monate nachgestellt, sie beleidigt und geschlagen. Dabei hätte er sich ihr gar nicht nähern dürfen. Dafür wurde er am Dienstag zu einer Geldstrafe 1600 Euro verurteilt – ein Angebot des Richters hatte der Mann zuvor ausgeschlagen.

Angeklagter schlägt Angebot des Richters aus

Angefangen haben die Übergriffe, als der Mann den Scheidungsantrag bekam. Später bestanden gegen ihn ein gerichtlich bestätigtes Kontaktverbot und eine Gewaltschutzanordnung. Daran hat der 50-Jährige sich nicht gehalten. Das wurde schon klar, nachdem die Staatsanwältin die Anklage vorgetragen hatte und der Angeklagte darauf antwortete. Zu den Begegnungen sei es immer gekommen, kurz bevor er zur Arbeit ging. „Das war alles Zufall“, sagte er. Dem Richter reichte das als Geständnis, schließlich hätte der Mann sich seiner Ex-Frau gar nicht nähern dürfen. Trotzdem machte er ihm ein Angebot: eine Geldstrafe von 1200 Euro und die Sache wäre erledigt gewesen. „Wenn wir verhandeln, wird es wesentlich teurer“, so der Richter. Doch der Angeklagte lehnte ab.

Zeugen bestätigen zahlreiche Vorfälle

In der Folge wurden ihm zahlreiche Verstöße vorgehalten: Er soll sich der Wohnung seiner Frau trotz Verbots bis auf wenige Meter genähert und ihr aufgelauert haben, sie als Schlampe und Hure beschimpft und sie sogar geschlagen haben. Oft auch im öffentlichen Raum, zum Beispiel an viel befahrenen Straßen oder in einem Supermarkt im Stadtgebiet. „Ich habe ihn mehrfach angezeigt, aber er hat mich mehr als ein Jahr lang nicht in Ruhe gelassen“, berichtete seine Ex-Frau. Zeugen konnten die Vorfälle bestätigen – Richter und Staatsanwältin hatten keinen Zweifel an ihren Aussagen.

Die Erklärungen des Mannes

Und der Mann? Der versuchte seine Annäherungen zu erklären. Er sei nicht im Garten gewesen, vielmehr seien die Begegnungen alle zufällig gewesen. „Sie hat mich provoziert und will mich fertig machen“, sagte er. Zeugen konnte er allerdings nicht benennen.

Das Urteil

„Sie sind nicht einsichtig und suchen nach Ausreden“, sagte dann auch die Staatsanwältin ihn ihrem Plädoyer – der 50-Jährige habe sich der Nachstellung, Körperverletzung und Beleidigung schuldig gemacht. das sah der Richter genauso. „Sie durften sich ihrer Frau gar nicht nähern“, begründete er sein Urteil – und sprach eine Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu zehn Euro aus. 400 Euro mehr als es ohne die Verhandlung gewesen wären.

Von Christian Albroscheit

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