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Gifhorn Stadt Kommen jetzt die Abrissbagger?
Gifhorn Gifhorn Stadt Kommen jetzt die Abrissbagger?
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19:00 17.12.2019
Erneuter Eigentümerwechsel: Das alte Klinikgeländ ein Gifhorn gehört jetzt einem Bremer Unternehmen. In zwei Monaten sollen die Abrissbagger kommen. Quelle: Sebastian Preuß Archiv
Gifhorn

Wenn die Stadt Gifhorn mit dem Investor für das alte Klinikgelände spricht, ist das nicht mehr Werner Ströer von der Wertinvest GmbH Sarstedt. Die Bremer Firmengruppe Asset hat dem Sarstedter die Geschäftsanteile an der Wohnpark an der Bergstraße GmbH abgekauft und nun das Sagen. Laut Stadt hat es bereits ein „Startgespräch“ gegeben.

Wer die Homepage der Asset Firmengruppe aufruft, kann sich durch eine schicke Präsentation von Referenzen in ganz Deutschland klicken. Etwa zum Quartier Prenzlauer Gärten in Berlin, das zwischen 2005 und 2008 entstand. Unter „Aktuelle Projekte“ führt die Internetpräsenz die Leendaal-Gärten in Lilienthal und das Brunnenviertel in Leipzig auf. Bald könnte dort auch der Wohnpark an der Bergstraße Gifhorn erscheinen. Denn dort könne man ein gutes Quartier entwickeln, sagt geschäftsführender Gesellschafter Ingo Damaschke, warum sein Unternehmen zugeschlagen hat, als Ströer es ihm zufolge aus Kapazitätsgründen angeboten hatte.

Das sagt Gifhorns Politik

Die Politik reagiert verhalten auf die Nachricht. Sind neue Verzögerungen zu befürchten? „Ich hoffe nicht, aber man kann es nicht ausschließen“, sagt CDU-Ratsfraktionschef Thomas Reuter. Seine Koalitionspartnerin Nicole Wockenfuß von den Grünen hegt ebenso Hoffnungen, dass es losgeht. Und zwar „möglichst bald“, denn: „Wir brauchen den Wohnraum.“ Auch für Ulrich Stenzel (SPD) geht es um ein Stadtbild prägendes Projekt. „Wenn der Wurm erstmal drin ist, wird er immer dicker – ich hoffe, dass das hier nicht der Fall ist“, sagt er mit Blick auf die Geschichte des Geländes.

Altes Klinikum: eine Chronologie

Die Zukunft des alten Klinikgeländes an der Bergstraße hat Gifhorn schon in der Vergangenheit in Atem gehalten. Hier eine kleine Rückschau:

Anfang 2012 zieht das damalige Rhön-Klinikum von der Bergstraße zum Campus um. Wenige Wochen später gibt es bei der Stadt eine Informationsveranstaltung zur Gestaltung des alten Klinikgeländes.

Im April 2015 wird bekannt, dass das Helios-Klinikum das Gelände an den Investor Offizin verkauft hat. Allerdings stellt sich bald heraus, dass Offizin noch nicht alle Raten bezahlt hat – Auftakt zu einem Rechtsstreit.

Im Dezember 2016 nehmen Spekulationen um Offizin weiter Fahrt auf, es stellt sich die Frage, ob die Verantwortlichen abgetaucht sind.

Die Rückübertragung des alten Klinikgeländes von Offizin zu Helios wird 2017 ein Fall für Landgericht Hildesheim und Oberlandesgericht Celle. Im Januar 2018 erklärt der inzwischen beauftragteInsolvenzverwalter für Offizin die Rückabwicklung des Kaufs.

Im August 2018 wird die Rückabwicklung als beendet erklärt.

Im Oktober 2018 präsentiert der neue Eigentümer Werner Ströer von der Wertinvest GmbH Sarstedt Planungen, er muss aber auf den Bebauungsplan warten.

Im Mai 2019 kündigt Werner Ströer einen Baustart für 2020 an.

Damaschke versichert dagegen, dass sich sehr bald schon etwas tun werde. „Es wird etwas passieren.“ Der Bremer erwartet die Abbruchbagger „spätestens Ende Februar“. In den kommenden Tagen schon wolle er den Auftrag vergeben. Der Abbruch soll im Herbst 2020 erledigt sein. „Wir setzen gleich am Anfang ein Signal.“

Bisherige Planungen kommen nochmal auf den Prüfstand

Gleichwohl räumt er ein, die bisherigen Planungen – gemeinsam mit der Stadt – noch einmal auf den Prüfstand stellen zu wollen. „Wir wollen mit der Stadt diskutieren, an welchen Stellen gegebenenfalls Veränderungen stattfinden werden. Wir werden den städtebaulichen Rahmenplan überprüfen.“ Zu untersuchen sei zum Beispiel, was im Bereich Servicewohnen und Pflege noch zu bieten sei. Nicht rütteln wolle er an den 20 Prozent öffentlich geförderten Sozialwohnungen.

Baubeginn im vierten Quartal 2021 möglich

Damaschke spricht von einem möglichen Baubeginn im vierten Quartal 2021. Er rechnet damit, dass der Bebauungsplan in etwa 15 Monaten so weit sein werde, dass dann die ersten Baugenehmigungen beantragt werden könnten.

Von Dirk Reitmeister

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