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Gifhorn Stadt Alarm bei Imkern: Amerikanische Faulbrut im Kreis Gifhorn ausgebrochen
Gifhorn Gifhorn Stadt Alarm bei Imkern: Amerikanische Faulbrut im Kreis Gifhorn ausgebrochen
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00:27 29.06.2019
Bedrohte Völker: Im Landkreis Gifhorn ist die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen. Quelle: Foto: Archiv
Landkreis Gifhorn

Bei Bienenvölkern eines Imkers im Bereich der Stadt Gifhorn und der Gemeinde Leiferde wurde der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut der Bienen festgestellt. Bei dieser Erkrankung werden die Larven der Bienen infiziert und sterben ab. Daher sterben auf die Dauer auch die betroffenen Bienenvölker ganz ab, da keine Brut nachwachsen kann. Die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Tierkrankheit nach dem Tiergesundheitsgesetz.

Sperrbezirk eingerichtet

Der Landkreis Gifhorn hat daher um die betroffenen Bienenbestände jeweils einen Sperrbezirk eingerichtet, um eine Verschleppung der Tierseuche zu verhindern. Die entsprechenden Tierseuchenbehördlichen Allgemeinverfügungen werden in der örtlichen Presse und in den gemeindlichen Mitteilungsblättern veröffentlicht. In den betroffenen Gebieten dürfen die Bienenvölker nicht mehr versetzt werden. Lebende und tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Futtervorräte dürfen nicht aus den Bienenständen herausgebracht werden. Bienen und Bienenvölker dürfen auch nicht in die Sperrgebiete hinein verbracht werden.

Amtliche Untersuchung angeordnet

Alle Bienenvölker der Imker in diesen Gebieten müssen, soweit das noch nicht in den letzten Wochen bereits erfolgt ist, amtlich untersucht werden. Weiterhin müssen alle Imker mit Völkern in diesen Gebieten diese unter Angabe der Völkerzahl und des genauen Standortes bei der Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landkreises Gifhorn, Schlossplatz 1, 38518 Gifhorn schriftlich oder telefonisch (Tel.: 05371/82391) melden.

Nicht alle Imker kamen der Verpflichtung nach

Auch außerhalb der Sperrbezirke weist der Landkreis Gifhorn auf die dauerhafte Verpflichtung aller Imker durch die Verordnung für Bienenseuchen hin, dass alle Bienenstände im Landkreis erfasst werden müssen. Hierzu müssen die Imker ihre Bienenvölker unter Angabe der Zahl und des Standortes ebenfalls dem Veterinäramt des Landkreises mitteilen. Eine Registriernummer für den Standort wird dann ausgegeben. In der Vergangenheit musste festgestellt werden, dass ein Teil der Imker dieser Verpflichtung nicht nachgekommen ist. Ein Verstoß gegen die Verpflichtung zur Meldung der Bienenvölker stellt nach der Bienenseuchenverordnung eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

Von unserer Redaktion

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