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Gifhorn Stadt Schon wieder Ärger über die neue Ampel
Gifhorn Gifhorn Stadt Schon wieder Ärger über die neue Ampel
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18:09 16.12.2019
Rückstau auf der Fallerslebener Straße: Die neue Ampel schaltet nach Ansicht vieler Autofahrer noch nicht optimal. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Die neue Ampelanlage an der Kreuzung mit Bahnübergang Calberlaher Damm hält weiterhin Verkehrsteilnehmer und Stadtverwaltung in Atem. Abgesehen von einem weiteren zwischenzeitlichen Defekt hagelt es Kritik an der Schaltung der Grünphasen – vor allem auf der Fallerslebener Straße.

Noch keine Ruhe an der Kreuzung mit Bahnübergang in Gifhorn: Aktuell nervt es Autofahrer auf der Fallerslebener Straße, im Stau zu stehen. Zwischenzeitlich behob die Stadt einen neuen Defekt.

Ein Werktag-Nachmittag, 16.17 Uhr: Der Berufsverkehr setzt langsam ein, und gerade ist der Erixx durchgefahren. Die Schranken am Bahnübergang mitten auf der Kreuzung gehen hoch. Auf der Fallerslebener Straße stehen die Autos bis zum Schillerplatz. Ihre Fahrer brauchen Geduld. Und sie warten weiter. In der Zwischenzeit bekommt die Konrad-Adenauer-Straße bereits zum zweiten Mal grün.

AZ mit Stoppuhr vor Ort

Als die Rechtsabbieger aus der Fallerslebener Straße dann endlich auch grün bekommen, lässt die AZ die Stoppuhr laufen. Die Grünphase für die Rechtsabbieger läuft 45 Sekunden, 20 Fahrzeuge huschen rüber. Bis zur nächsten Grünphase dauert es dann zwei Minuten. Diesmal hat der Rechtsabbiegerverkehr aus der Fallerslebener Straße etwa 15 Sekunden Zeit. Der achte Wagen huscht bei rot rüber. Nach weiteren zwei Minuten kommt die nächste Grünphase, diesmal rund 25 Sekunden lang, zehn Autos schaffen es.

Sechs Beschwerden bei der Stadt

Sechs Beschwerden über die Schaltung der Ampel seien direkt an die Stadtverwaltung gerichtet worden – etwa auf dem Portal „Sag’s uns einfach“ auf der Homepage, sagt Sprecherin Annette Siemer auf AZ-Nachfrage. „Die Beschwerden bezogen sich hauptsächlich darauf, dass am Ende einer Schrankenschließung die Fallerslebener Straße lange auf die Freigabe warten muss und die Konrad-Adenauer-Straße bereits die zweite Freigabe erhalten hat.“

Stadt: „Schaltung ist anzupassen“

„Wir haben aber schon bei eigenen Überprüfungen festgestellt, dass die Schaltung anzupassen ist“, sagt Siemer. Der Auftrag sei bereits erteilt. „Allgemein gilt, dass die Steuerung für eine so komplexe Kreuzung inkl. Bahnübergang immer auch nach der Inbetriebnahme zu prüfen und gegebenenfalls an einzelnen Punkten zu optimieren ist.“

Komplexe Kreuzung = komplexe Steuerung

Und diese Kreuzung mit Bahnübergang sei nicht ohne, sagt Siemer. „Die Steuerung berücksichtigt verschiedene spezifische Situationen der Kreuzung.“ Sie sei verkehrsabhängig geregelt, berücksichtigt die Verkehrsmengen auf den einzelnen Strängen und ob Fußgänger und Radfahrer grün anfordern. Und: „Nach Ende der Schrankenschließung muss vor allem der Rückstau in der Konrad-Adenauer-Straße sowie dem Calberlaher Damm abgebaut werden, da in diesen Zufahrten die mit Abstand höchsten Verkehrsmengen auftreten. Auswirkungen auf den Kreisel sollen so möglichst vermieden werden.“

Nachts Dauergrün für Calberlaher Damm

Nachts ist standardmäßig Dauergrün für den Calberlaher Damm geschaltet. Alle anderen drei Straßen bekommen grün, wenn ein Auto über die Induktionsschleife rollt. „Aufgrund der Größe der Kreuzung kann die Grünphase nicht immer schon nach wenigen Sekunden geschaltet werden, da gewährleistet werden muss, dass der Kreuzungsbereich vorher frei von anderen Verkehrsteilnehmern ist“, sagt Siemer und verspricht: „Im Zuge der Optimierung werden auch Zeiträume mit wenig Verkehr betrachtet.“

Defektes Rotlicht an der Peitsche repariert

Einen zwischenzeitlichen neuen Defekt an der neuen Anlage hat die Stadt dagegen inzwischen abgehakt. Das Rotlicht an der Peitsche über dem Calberlaher Damm war ganz aus, das gelbe und das grüne Licht relativ dunkel. Diese Defekte seien behoben. „Mit dem Austausch des Rotlichtes leuchten auch wieder die Signale Gelb und Grün in der gleichen Intensität.“

Darum gibt es nur eine Peitsche

Warum gibt es an der Kreuzung mit Bahnübergang nur für den Calberlaher Damm eine dritte Ampelgruppe an einer Peitsche über der Fahrbahn, aber nicht für Konrad-Adenauer-Straße, Fallerslebener Straße und Dannenbütteler Weg? Das hängt laut Stadtsprecherin Annette Siemer mit den drei Fahrspuren des Calberlaher Damms zusammen: „Steht zum Beispiel ein Lastwagen vor der Ampel, kann der Fahrzeugführer auf dem mittleren Fahrstreifen die Ampel nicht mehr sehen und ist auf die Anzeige an der Peitsche angewiesen. Dieselbe Situation haben wir an der Christinenstift-Kreuzung.“

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