Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Deshalb ist das Bahnhofs-WC in Gifhorn eine Zumutung
Gifhorn Gifhorn Stadt Deshalb ist das Bahnhofs-WC in Gifhorn eine Zumutung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
18:15 09.12.2019
Innen wie außen nicht einladend: Das öffentliche WC in dem Betonsechseck am Bahnhof Gifhorn (Süd) ist in einem desolaten Zustand. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Das öffentliche WC am Bahnhof Gifhorn (Süd) ist in einem desolaten Zustand. Dem Sozialverband Deutschland stinkt es jetzt gewaltig. Er fordert die Stadt Gifhorn auf zu handeln. Diese verweist auf AZ-Nachfrage auf Gespräche mit dem Regionalverband Braunschweig über eine „Neuausrichtung des Bahnhofsumfeldes“.

So riecht es

Wer die Tür zur eigentlich barrierefreien Toilette aufmacht, dem schlägt ein beißender Gestank nach Urin entgegen. Auf der Innenseite der Tür klebt über dem Schriftzug „Nazis raus“ eine trockene braune Masse. Überall sind Farbschmierereien an den Wänden. Dafür gibt es kaum Toilettenpapier, aber in den Spender mag man auch lieber nicht hinein greifen. Der Haltegriff für Rollstuhlfahrer sieht auch nicht vertrauenswürdig aus. Eigentlich ist die Anlage auch für Menschen ohne Einschränkungen nicht mehr nutzbar. Und das Pissoir zwei Ecken weiter in dem Betonsechseck ist auch nicht schöner.

Busfahrer sind angeschmiert

Ein VLG-Busfahrer, der gerade zwischen zwei Runden Pause macht, zuckt nur die Achseln. „Es muss irgendwohin.“ Zumindest das Pissoir nutzt er. So verwegen, das große Geschäft in der Toilettenanlage zu erledigen, ist er nicht. Für ihn und seine Kollegen, die übrigens sowieso kaum adäquate Anlagen für entsprechende Pausenverrichtungen fänden, sei das kein Zustand.

„Einfach ein Saustall!“

Das sagt auch Kreisverbandsvorsitzender Heinz-Ulrich Kabrodt vom SoVD. „Das kann man keinem Menschen zumuten, das geht so nicht.“ Ihn selbst habe neulich der Ekel gepackt. Viele Stellen der Anlage möge man nicht anfassen, weil sie so verschmutzt sind. Besonders schlimm sei der Zustand für Rollstuhlfahrer und Senioren mit Rollator, die sich beim Setzen abstützen müssen. Sie könnten die Anlage vor lauter Ekel-Potenzial nicht nutzen. „Hier sieht es aus, als wäre seit Wochen keine Reinigung mehr vorgenommen worden. Einfach ein Saustall!“

Stadt spricht von regelmäßiger Reinigung

Laut Christian Schnur vom Büro des Bürgermeisters wird die Anlage regelmäßig vier bis sechs Mal pro Woche gereinigt. Vor Ort hatte jedoch auch die AZ wie Kabrodt einen anderen Eindruck. Schnur räumt ein: „Die Anlage ist voll funktionsfähig, jedoch zweifelsfrei in einem unzureichenden Zustand.“

Was wird aus dem ganzen Umfeld?

Offenbar ist die Anlage schlecht genug, dass die Stadt nun mit dem Regionalverband als zuständige Institution für den Nahverkehr in der Region spricht. Schnur: „Derzeit wird mit dem Regionalverband eine Neuausrichtung des Bahnhofsumfeldes erarbeitet. In diesem Zuge sollen unter anderem auch die sanitären Anlagen mit einbezogen werden.“

Sozialverband fordert sofortiges Handeln

Das reicht Kabrodt nicht. „Hier ist sofortiges Handeln nötig.“ Er fordert die Stadt auf, „umgehend Abhilfe zu schaffen und dafür Sorge zu tragen, dass die Toilettenanlage künftig regelmäßig gereinigt, auf Funktionsfähigkeit geprüft und gewartet wird“.

Von Dirk Reitmeister

Mit Kleinbussen soll der Nahverkehr auf dem Land groß rauskommen. Ein Pilotprojekt des Regionalverbands Braunschweig läuft auch im Kreis Gifhorn an.

09.12.2019

Die Anwohnerrunden im Wittkopsviertel tragen schon erste Früchte. Dass die AZ darüber einmal schreibt, wünscht sich Wolfgang Schicker, Anwohner und treibende Kraft des Aufbruchs im Wohngebiet, das nun sogar neuerdings einen Lebendigen Adventskalender hat. Also öffnen wir ein weiteres Türchen im AZ-Adventskalender.

09.12.2019

Ein Tanzangebot für behinderte Menschen schaffen: Darum geht’s dem Tanz-Sport-Club Gifhorn. Mit einem Workshop fiel am Sonntag der Startschuss des Projekts. Lebenshilfe-Bewohner waren mit Spaß dabei – und es soll weiter gehen.

08.12.2019