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Gifhorn Stadt Wie sich der Weltladen für eine gerechtere Welt einsetzt
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06:00 23.12.2019
Türchen auf im AZ-Adventskalender: Der Weltladen im Gifhorner Cardenap bietet fair gehandelte Waren an - wie etwa den Zickenkaffee. Quelle: Christian Albroscheit
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Gifhorn

Ein Treffpunkt mit Produkten aus der ganzen Welt: Seien es Schmuck, Kunsthandwerk oder Nahrungsmittel, alle fair gehandelt. Zu finden sind sie im Gifhorner Weltladen, einem wohl einzigartigen Geschäft in der Stadt. Und deshalb öffnen wir diesem heute ein Türchen im AZ-Adventskalender.

Das ist fairer Handel

Was bedeutet eigentlich fairer Handel? Christa Bausch, Koordinatorin, und wie alle anderen Mitstreiter des Ladens ehrenamtlich tätig, erklärt es: „Der faire Handel hat das Ziel, die Verteilung von Verkaufserlösen gerechter zu gestalten und damit auch eine Fluchtursache zu bekämpfen. Die Erzeuger unserer Waren erhalten faire Preise für ihre Produkte, die ihnen ein Leben in Würde ermöglichen.“

Zickenkaffee hilft den Massai

Ein Beispiel dafür ist der Zickenkaffee, dessen Bohnen in Tansania angebaut werden. Zum einen werden die Erzeuger fair für ihre Arbeit bezahlt. Zum anderen werden mit dem Erlös die Massai unterstützt, ein nomadisch lebendes Hirtenvolk in Tansania, das viele Ziegen hält. „Der Klimawandel entzieht ihnen den Lebensraum. Zudem haben Frauen dort nicht viele Rechte“, berichtet Christa Bausch. Der Gifhorner Weltladen unterstützt mit dem Kaffeeverkauf den Verein „Hilfe für die Massai“, der wiederum vor Ort Projekte aus den Bereichen Bildung und Medizin initiiert beziehungsweise die Arbeit mit Frauen unterstützt.

Bilder aus dem Weltladen

Im Einsatz für die gute Sache: Der Gifhorner Weltladen verkauft fair gehandelte Produkte. Knapp 20 Ehrenamtliche sind dort im Einsatz.

20 Ehrenamtliche im Weltladen

Der Gifhorner Weltladen im Cardenap wurde im August 2016 gegründet. Knapp 20 Ehrenamtliche unterstützen das Projekt mittlerweile, zehn weitere sind im Café Aller tätig. Hinzu kommt Bent Bosker, der dort sein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. „Es gibt in Gifhorn nichts Vergleichbares“, sagt er. Gerade bei der Herstellung von Kaffee, Tee und Schokolade seien die Erzeuger stark von Ausbeutung betroffen. „Wer das nicht will, ist bei uns an der richtigen Adresse“, sagt der 19-Jährige.

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Mittlerweile macht der Weltladen etwa 100 000 Euro Umsatz im Jahr. Und darauf ist Koordinatorin Christa Bausch stolz. „Das ist unser Beitrag für eine gerechtere Welt“, sagt sie und dankt dem engagierten Weltladen-Team für seinen Einsatz. Alle Ehrenamtlichen teilen sich die Ladenöffnungszeiten, füllen die Regale, bedienen und beraten Kunden. Und ganz wichtig: Es ist immer Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Was sich das Weltladen-Team wünscht

Doch das Weltladen-Team hat auch Wünsche: Zum einen möchte es noch mehr Menschen aus Gifhorn und Umgebung für die Idee des fairen Handels begeistern und zum anderen noch weitere Ehrenamtliche für die Mitarbeit gewinnen. Christa Bausch sagt: „Unser besonderer Wunsch ist es, auch jüngere Menschen an uns zu binden.“

Kontakt zum Weltladen

Der Gifhorner Weltladen im Cardenap 5 ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet und samstags von 10 bis 14 Uhr.

Weitere Infos, auch für Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, gibt es im Internet unter der Adresse www.cafe-aller.max-e.infooder per Email an weltladen@cafe-aller.de

Das sind die Zukunftspläne

Ideen für die Zukunft gibt es genug: Aktionen wie ein faires Frühstück, Klangschalenseminare, Vorträge über die Lieferländer oder Bildungsarbeit in Kindergärten und Schulen sollen neue Schwerpunkte sein. „Wir möchten das Bewusstsein für fairen Handel auch schon bei der Bildungsarbeit für Kinder verankern“, berichtet Christa Bausch.

Gifhorn soll Fairtrade Town werden

Und im nächsten Jahr soll dann gemeinsam mit dem Gifhorner Stadtrat das Ziel „Gifhorn – Fairtrade Town“ in Angriff genommen werden. Dabei geht es darum, den fairen Handel auf kommunaler Ebene zu stärken, etwa durch die Einbindung von Schulen und Vereinen, durch Aktionen oder durch die Verwendung von fair gehandelten Produkten.

Der AZ-Adventskalender: Die Geschichten

Die Aller-Zeitung schenkt ihren Lesern jeden Tag eine Geschichte – für den AZ-Adventskalender dürfen Sie sich eine Geschichte wünschen. Hier ein Überblick der bereits geöffneten Türchen:

2. Dezember: Das ist die Familienreise-Bloggerin aus Gifhorn

3. Dezember: Das ist die besondere Ausstellung in Gifhorn

4. Dezember: Jetzt hat Gifhorn einen eigenen Gin

5. Dezember: „Wir machen das alles mit Herz“: Warum die DRK-Bereitschaft für Gifhorn so wichtig ist

6. Dezember: Gymnasium Leiferde: Ideen für Nachhaltigkeit hinter jedem Türchen

7. Dezember: Türchen auf: Darum hat Gifhorns Tafel kein Tierfutter

9. Dezember: Wittkopsviertel in Gifhorn: Vieles ist in Bewegung

10. Dezember: Kultbahnhof Gifhorn: Musikprojekt soll Arbeitslosen helfen

11. Dezember: Fibromyalgie: Wenn der Schmerz das Leben zur täglichen Hölle macht

12. Dezember: Kalligrafie: Beim Schönschreiben findet Lieselotte Lehr Entspannung

13. Dezember: Südstadt: Kleiner Markt ganz groß

14. Dezember: Gifhorner Weihnachtsmarkt: Gute Bude feiert Premiere

16. Dezember: Geschichten mit echten Tieren vor der Kirche

17. Dezember: Tagestreff MoinMoin: Darum lässt es Jürgen Pott noch mal krachen

18. Dezember: Weihnachtsmusik kann auch anders

19. Dezember: Familie Brinkmann sucht ihren Weihnachtsbaum

20. Dezember: „Lass Dich überwachen!“ – Modernisiertes Krippenspiel am 22. Dezember

21. Dezember: Altenheim in Seershausen: Seniorinnen backen Kekse für Mitbewohner

Von Christian Albroscheit

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