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Gifhorn Stadt Landvolktag: Da kriegt die Politik ihr Fett weg
Gifhorn Gifhorn Stadt Landvolktag: Da kriegt die Politik ihr Fett weg
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14:00 05.12.2019
Landvolktag: 250 Teilnehmer kamen nach Emmen, wo es um aktuelle Agrarpolitik und Ehrungen ging. Quelle: Siegfried Glasow
Landkreis Gifhorn

Ehrungen und aktuelle Themen wie der Agrarpakt des Bundes standen jetzt an beim Landvolktag im Gasthaus Pasemann in Emmen.

In seinem Kurzreferat wies Vorsitzender Joachim Zeidler auch noch einmal darauf hin, dass die landwirtschaftliche Nutzfläche im Landkreis Gifhorn und in der Stadt Wolfsburg rund 90 000 Hektar beträgt. „Mit den Vor- und nachgelagerten Bereichen stellen wir eine erhebliche Wirtschaftskraft dar. Wir waren und sind weiterhin bereit, diese Wirtschaftskraft zu erhalten und auszubauen“, so der Kreisvorsitzende und ging danach auf die Probleme in der Landwirtschaft ein.

„Nie gekannte Trockenheit“

„In den letzten zwei Jahren hatten wireine nie gekannte Trockenheitmit erheblichen Ernteausfällen, die wir zum Teil durch unsere fast flächendeckende Beregnung ausgleichen konnten. Davor das nasse Jahr 2017 mit ebenfalls erheblichen Ernteausfällen. In Summe sind das drei Wirtschaftsjahre, die die Substanz der landwirtschaftlichen Betriebe zum Teil erheblich vermindert haben“, so Zeidler.

Kritik an der Politik

Dabei kritisierte Zeidler auch die Politik, die vieles durch Vorschriften reguliere. „Wir Landwirte sind bereit, sinnvolle Umweltmaßnahmen mit zu tragen. Dies kann jedoch nur in Kooperation mit allen Beteiligten und nicht mit pauschalen Verboten oder hohen Auflagen seitens der Politik geschehen. Wir fordern finanzielle Anreize, die über einen reinen Ausgleich der entstandenen Kosten hinausgehen“, so Zeidler. Die Einrichtung der Roten Gebiete und die Düngeverordnung kritisierte Zeidler scharf. „Dagegen werden wir uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln wehren“, so Zeidler.

„Bauer Willi“ spricht beim Landvolktag

Im Anschluss daran kam der Referent Dr. Willi-Kremer-Schillings aus Rommerskirchen, zu Wort. Seit 2014 im Ruhestand, macht er nun als Blogger „Bauer Willi“ Öffentlichkeitsarbeit. 2016 erschien das Buch „Sauerei!“ Aus Protest gegen das Agrarpaket stellte er als erster ein grünes Kreuz auf sein Feld. Und so zeigte Bauer Willi viele Möglichkeiten auf, sich gegen das Agrarpaket der Bundesregierung zu wehren.

Mitglieder geehrt

Vorsitzender Zeidler nahm Ehrungen besonders verdienter Mitglieder vor. So wurden Friedrich Marwede aus Müden, Jochen Blickwede aus Hillerse, Otto-Gerd Könecke aus Osloß, Hans-Hermann Beins, Ribbesbüttel, Heinrich Hacke aus Seershausen und Hermann Gille aus Mörse (in Abwesenheit) mit Ehrennadeln und Urkunden ausgezeichnet. Zeidler und Geschäftsführer Klaus-Dieter Böse dankten auch den langjährigen Mitarbeiterinnen Sonja Alpers, Ellen Bendzsus und Cornelia Reinhardt.

Von Siegfried Glasow

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