Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Kein schlechtes Storchenjahr für Gifhorn
Gifhorn Gifhorn Stadt Kein schlechtes Storchenjahr für Gifhorn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:00 25.09.2019
Kein schlechtes Jahr: Im Landkreis wurden 2019 in 55 Nestern 80 Jungtiere flügge – fünf davon in Gifhorn. Quelle: dpa Archiv
Landkreis Gifhorn

2019 war kein schlechtes Storchenjahr im Landkreis Gifhorn: 80 Jungtiere wurden flügge. Das sind zehn weniger als im Vorjahr, „es ist aber immer noch die zweithöchste Jungenzahl seit 1964“, konstatiert der ehrenamtliche Storchenbetreuer Hans-Jürgen Behrmann in seinem Bericht. Fünf Junge waren es – wie auch 2018 – in Gifhorn.

Mehr Storchenpaare

Laut Behrmann erhöhte sich die Anzahl der Storchenpaare im Landkreis gegenüber dem Vorjahr sogar um drei auf nun 55: „Das ist die höchste Anzahl seit mehr als 80 Jahren.“ Hauptursache sei das veränderte Zugverhalten: „Sie fliegen nicht mehr nach Afrika, sondern überwintern in Spanien, Portugal und zunehmend auch in Frankreich.“ Zugute komme den Landkreis-Störchen auch, dass zahlreiche Nisthilfen errichtet würden.

Genug Regenwürmer

Außerdem seien die Nahrungsbedingungen und das Wetter günstig gewesen. Es habe zu Beginn der Brut aufgrund gelegentlichen Regens genug Regenwürmer gegeben. Später half die große Population an Feldmäusen: „Ab Juli kam vielerorts auch noch ein guter Heuschreckenbestand hinzu“, so Behrmann.

„Unerklärliche Brutabbrüche

Trotz dieser guten Bedingungen sei es in 16 von 55 Nestern zu zum Teil „unerklärlichen Brutabbrüchen“ gekommen. Mögliche Gründe können laut Behrmann nicht erreichte Brutreife der Eltern sein, Unfruchtbarkeit eines Partners, eine Belastung der Eier durch Schadstoffe oder Erkalten der Eier. Abbrüche aufgrund von Nestkämpfen habe es in Radenbeck, Weyhausen und Zasenbeck gegeben.

Stress oder falsche Nahrung

Auffallend sei, dass ein Schwerpunkt der Brutabbrüche im Einzugsbereich der Wolfsburger Mülldeponie gelegen habe. Sie sei ein wichtiger Nahrungsfaktor für die Störche, es gebe viele Neuansiedlungen: „Vielleicht spielt der durch Konkurrenz und Nähe zueinander entstehende Stress eine Rolle – und auch das, womit die Storcheneltern ihre Jungen leider auch füttern: Ein in der Deponie tot abgeworfenes Junges hatte den Magen voller Gummiringe.

Ein Jungtier in Kästorf

Was das Storchengeschehen in Gifhorn betrifft, so hätten in den vergangenen drei Jahren „Georg“ und „Franziska“ in Kästorf jeweils vier Junge aufgezogen. Diesmal kehrte die Störchin nicht mehr zurück. Fünf Wochen musste „Georg“ warten, bis ein neues Weibchen blieb. Zwei der drei geschlüpften Jungen starben bald, das dritte wurde flügge.

Ringrätsel gelöst

Zum dritten Mal in Folge brütete am Lehmweg das Männchen mit der spanischen Ringnummer ESI-Madrid ICONA 9067966. Behrmann erhielt nun die Nachricht, dass dieser Storch einjährig am 8. Juli 2015 in der Region Toledo beringt wurde: „Alles spricht dafür, dass er aus Deutschland stammt, in Spanien in einer Pflegestation überwinterte, beringt wurde und in sein Heimatland zurückkehrte.“ Zusammen mit seiner Partnerin zog er diesmal drei Junge groß.

Männchen-Wechsel

Das Nest an der Großen Weide in Winkel war auch im fünften Jahr in Folge besetzt – zum vierten Mal mit einem neuen, dreijährigen Männchen. „Das jetzige stammt aus dem Nabu-Nest in Leiferde“, weiß Behrmann. Wie im Vorjahr schlüpften in Winkel zwei Junge. Eins starb bald, das andere wurde flügge.

Von Jörg Rohlfs

Bei Radfahrer-Kontrollen in der Gifhorner Fußgängerzone hat die Polizei 280 Verstöße festgestellt. In den meisten Fällen werden nun Verwarngelder fällig.

25.09.2019

Er prallte mit seinem Toyota gegen einen Zaun, der Wagen rutschte in den Graben: Ein 81-Jähriger aus Neudorf-Platendorf wurde bei einem Unfall auf der Platendorfer Straße in Gamsen schwer verletzt.

25.09.2019

Ein Unikat aus Rock, Soul und Blues schaffen Harpface and The Heydays. Wer es erleben will: Sie treten im Kultbahnhof auf.

25.09.2019