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Brome Wie der TSV Bergfeld sein neues Tennisheim baut
Gifhorn Brome Wie der TSV Bergfeld sein neues Tennisheim baut
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00:19 18.05.2019
Neues Tennisheim für den TSV Bergfeld: Vereinschef Uwe Fredrich (r.) und Spartenleiter Tobias Carli freuen sich, dass der Wiederaufbau so schnell geklappt hat. Quelle: Jörg Rohlfs
Bergfeld

Ein Herbststurm im Oktober 2017 ließ den Baumriesen, der hinterm Heim stand, auf dasselbe stürzen und zerschmettern. „Als ich davon hörte, dachte ich, das war’s“, berichtet Uwe Fredrich, TSV-Chef und Jugendwart der Tennissparte. „Es war nichts mehr zu retten. Auch nicht vom Inventar. Wir mussten bei Null anfangen.“ Aber dann gingen die Mitglieder der Sparte ans Werk: „Es herrschte eine Aufbruchstimmung, das war der Wahnsinn.“

Im Januar und Februar 2018 fanden insgesamt drei Arbeitseinsätze statt, bei denen der Baum und die Trümmer komplett abgeräumt wurden: „Es waren jedes Mal etwa 20 Helfer dabei“, freut sich Spartenleiter Tobias Carli über die von Anfang an große Einsatzbereitschaft in den Reihen der Tennisspieler.

Der Neubau des im Oktober 2017 zerstörten Tennisheims geht dank Spenden und Engagement der Mitglieder gut voran. Im August soll Einweihung sein.

Carli war gerade Spartenleiter geworden, als das Malheur geschah und konzentrierte sich auf das Projekt, während Fredrich ihm die Spartenleitung abnahm.

Viele Spenden und große Hilfsbereitschaft

Als feststand, dass ein neues Heim gebaut wird, wurden vom Vorstand Firmen abgefragt, wie es um Spenden bestellt wäre – mit Erfolg. Von der Sparkasse kamen 1000 Euro, von der Öffentlichen Versicherung 500 Euro, von der Firma WWL Fenster und Türen. „Ich hatte trotzdem mit mehr gerechnet“, sagt Fredrich. Aber „mehr“ kam glücklicherweise von anderer Seite: 750 Euro aus dem Erlös des Himmelfahrtsvergnügens des TSV, 5000 Euro von der Gemeinde und ziemlich genau 6165 Euro aus Privatspenden – von Mitgliedern, aus dem Dorf, der Umgebung und dem SV Blau-Weiß Rühen.

Lob gibt es von Fredrich und Carli auch für die Eltern der Tenniskinder, die im Heim-losen Jahr 2018 auf einer im April neu gepflasterten Fläche einen Gartenpavillon aufstellten und dort, wie’s guter Brauch ist, bei Punktspielen der neun Jugendmannschaften die Gäste mit zuvor zuhause vorbereitetem Essen bewirteten. Nach der Saison ging’s dann los Richtung Tennisheim-Neubau. Eine Zeichnung wurde erstellt und der Bauantrag gestellt, dessen Genehmigung im Januar diesen Jahres erfolgte.

Ende Februar begann der Aufbau

Ab Ende Februar wurde mit dem Aufbau begonnen. Vorher waren schon die Holzbinder für das Dach bei Carli zuhause angefertigt worden. Zum Teil mit Holz aus dem alten Heim: „Was noch benutzt werden konnte, wurde wieder verwertet. Weg geschmissen wurde nur, was wirklich kaputt war“, so Fredrich. Auch errichtet und gedeckt wurde das Heim „in Zehn-Stunden-Einsätzen mit jeweils 15 Leuten“ komplett in Eigenleistung. Auch Nichtmitglieder seien dabei gewesen. Besonderen Dank richtet Carli an Edgar Morlok, Hartmut Hogreve, Karl-Heinz Brennecke und Herbert Eichel.

Der Innenausbau fehlt noch

Jetzt sind „die großen Sachen alle fertig“, noch steht der Innenausbau samt Elektrik an. Ende August soll Einweihung gefeiert werden. „Aber es ist schon jetzt besser als vorher“, meint Fredrich, weil „viel schöner und funktionaler“ und weil mehr überdachter Raum zur Verfügung steht, der schon genutzt werden kann. Und noch einen Effekt hat die ganze große Angelegenheit: „Der Zusammenhalt in der Sparte ist dadurch auch besser geworden.“

Von Jörg Rohlfs

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