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Brome Umweltminister sieht sich Situation in Giebel an
Gifhorn Brome Umweltminister sieht sich Situation in Giebel an
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08:00 07.07.2018
Höchste Eisenbahn: Olaf Lies (2.v.l.) sprach am Freitag in Giebel mit Dr. Andreas Ebel sowie Vertretern von Forst, Politik und Verwaltung über die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Quelle: Christina Rudert
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Giebel

Eine konzertierte Aktion unter Federführung des Landes hatte Landrat Dr. Andreas Ebel vorgeschlagen. „Wir brauchen eine übergeordnete Koordination der Maßnahmen, möglichst über Landkreisgrenzen hinweg.“

Lies sagte für Montag ein Abstimmungsgespräch der Ministerien für Umwelt, Landwirtschaft, Gesundheit und Verkehr – wegen der Straßenbäume – zu. „Am Absaugen und Sprühen aus der Luft führt kein Weg vorbei.“

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Einzelmaßnahmen helfen nicht mehr, der Eichenprozessionsspinner ist im Osten des Landkreises Gifhorn zur Bedrohung für Mensch und Natur geworden. Umweltminister Olaf Lies war am Freitagabend auf Einladung von Landrat Dr. Andreas Ebel in Giebel, um in großer Runde das weitere Vorgehen zu besprechen.

Erfahrungen aus den Kreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg zeigten, dass man mit dem Sprühen im Frühjahr die explosionsartige Ausbreitung des Schädlings verhindert habe.

„Wir dürfen jetzt kein Behörden-Klein-Klein mehr veranstalten. Das Land muss die Vorgabe machen, was zu tun ist, und dann wird es umgesetzt“, verwies Ebel auf „Waldschutz, aber vor allem Bevölkerungsschutz“.

Die Vertreter der Forstverwaltungen – Andreas Baderschneider für die Landesforsten, Stefan Sudenfeld für die Privatforst des Grafen von der Schulenburg – bestätigten die Dringlichkeit. „Im Drömling haben wir 100 Hektar Eichenwald. Die Bäume sterben ab“, zeigte Baderschneider zwei massiv befallene alte Eichen.

Lies erlebte live, wie ein Team der Firma Ekarius Nester absaugte und besprühte. „Eine echte Sisyphos-Arbeit, aber unvermeidlich.“

Von Christina Rudert