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Brome Sybille Schnehage gibt Kunduz nicht auf
Gifhorn Brome Sybille Schnehage gibt Kunduz nicht auf
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00:19 14.03.2019
Jahreshauptversammlung bei Katachel: Vorsitzende Sybille Schnehage (Mitte) präsentierte ein Entschuldigungsschreiben des ehemaligen Vereinsmitarbeiters Dadgul Delawar. Quelle: Britta Schulze
Bergfeld/Vorsfelde

Drei Themen bestimmten die Jahreshauptversammlung des Bergfelder Vereins Katachel in Vorsfelde: Geförderte Projekte in Afghanistan, ein Entschuldigungsschreiben des ehemaligen Vereins-Mitarbeiters Dadgul Delawar sowie die erhoffte Aufhebung der Reisebeschränkung der – im Amt bestätigten – Vereinsvorsitzenden Sybille Schnehage, sie will wieder nach Kunduz.

Schnehage berichtete ausführlich über die im Jahr 2018 geleistete Hilfe, darunter den Bau der 32. Schule sowie ein Nähprojekt (AZ berichtete). Von finanzieller Unterstützung der deutschen an die afghanische Regierung hält sie nicht viel: „Bei den armen Leuten kommt es nicht an, sondern nur bei den Regierungsmitarbeitern. Deren Häuser und Autos werden immer größer.“

Entschuldigung von Dadgul Delawar

Ein wichtiges Thema, auch im Zusammenhang mit der Einschränkung der Reisefreiheit Schnehages, war das in deutscher Sprache verfasste Entschuldigungsschreiben des ehemaligen Mitarbeiters und MAD-Informanten Delawar, das Schnehage mitbrachte. Der hatte Schnehage 2010 beschuldigt, Hilfsgelder in Höhe von 500.000 Euro unterschlagen zu haben: „Dadgul hat endlich zugegeben, üble Nachrede getätigt zu haben. Er garantiert für meine Sicherheit in Katachel.“

Bundesverwaltungsgericht entscheidet Ende Mai

Schnehage hofft auf das Verfahren zur Reisebeschränkung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 29. Mai: „Es gibt und gab keine Beweise dafür, dass meine Sicherheit gefährdet ist.“ Gefahren sieht sie woanders: „Es sind viele Kriegsverbrecher mit guten Papieren nach Deutschland gekommen.“ Die Bergfelderin setzt sich dafür ein, die Lebensbedingungen in Afghanistan zu verbessern, anstatt alle Verfolgten hierher zu bringen.

Ausbilden für die Warlords?

Gefährder sollten konsequent nach sorgfältiger Einzelfallprüfung abgeschoben werden, so Schnehage: „Niemand lebt allein in Afghanistan. Die können alle in ihre Familie zurück.“ Die Ausbildung von afghanischen Soldaten durch die Bundeswehr sieht sie kritisch: „Danach gehen die Männer dorthin, wo am besten gezahlt wird. Und das ist nicht die afghanische Regierung, das sind die Warlords.“

Von Gesa Walkhoff

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