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Brome Spenden für Brandopfer in Ehra: Gemeinde fordert Solidarität
Gifhorn Brome Spenden für Brandopfer in Ehra: Gemeinde fordert Solidarität
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00:18 04.06.2019
Unbewohnbar: Nach dem verheerenden Brand des alten Hauses am Dorfring sammeln die Ehraner Spenden für die Eigentümer. Quelle: Jörg Rohlfs
Ehra

Dem Ehepaar (76/82) gehe es gut – „den Umständen entsprechend “, sagt Helmut Kramer, Pastor der St. Michaelisgemeinde, der den Aufruf gemeinsam mit Bürgermeister Jörg Böse initiierte. Vor gut einer Woche zerstörte das Feuer das Haus am Dorfring komplett. Nach erster Soforthilfe – sie sind gut untergekommen – soll nun ein öffentliches Zeichen der Solidarität mit der betroffenen Familie gesetzt werden. „Es kann wohl kaum einer nachvollziehen, was es bedeutet, auf die Ruinen des eigenen Hauses zu blicken“, meint Kramer.

Dank an alle Helfer

Im Aufruf heißt es, „das erste Erschrecken ist mittlerweile der Erleichterung gewichen, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind – auch bei den Lösch- und Aufräumarbeiten nicht“. Es wird jenen gedankt, „die Hilfe geleistet haben: den Feuerwehren der Samtgemeinde Brome und der Stadt Wittingen, den begleitenden Diensten aus Ehra und Gifhorn und den Helferinnen, die sich spontan bei der Verpflegung der Feuerwehrleute eingebracht haben. Danke für alle spontane Hilfsbereitschaft zugunsten der betroffenen Familie, die erste Fassungslosigkeit aufzufangen und tatkräftig zu helfen und zu unterstützen.“

Hilfe ist eine Herzensangelegenheit

So wie für die Feuerwehren am Brandtag die Rettungsversuche für das historische Gebäude eine „Herzensangelegenheit“ gewesen seien, so sei nun die Hilfe für die Betroffenen eine Herzensangelegenheit, betont Böse: „Auch wenn das abgedroschen klingt.“ Die ehemalige Bewohnerin hätte sich mit ihren Tätigkeiten „immer für unseren Ort eingebracht. Und jetzt, wo sie selbst Hilfe braucht, ist es an uns, etwas zurück zu geben“.

90 Feuerwehrleute waren am Mittwochnachmittag in Ehra stundenlang im Einsatz. Dass das Haus aus dem 19. Jahrhundert vom Feuer zerstört wurde, konnten sie nicht verhindern.

Der Spendenaufruf wurde im Mitteilungsblatt der Samtgemeinde veröffentlicht, außerdem wurden E-Mails an alle Vereine in der Gemeinde versendet. Erste Rückmeldungen gibt es bereits. So wird das Mosaik-Team des Dorf-Fördervereins Ehra, von dem Geld, das es mit dem Verkauf von Kuchen und ähnlichem einnimmt, 500 Euro spenden, wie dessen Vorsitzende Jenny Reissig auf Anfrage bestätigte.

Spendenkonto ist eingerichtet

Wer auch spenden will, kann dies auf das Konto der Gemeinde Ehra-Lessien tun, IBAN DE39 2579 1635 0007 1307 00, BIC GENODEF1HMN; Stichwort „Brandschaden Ehra-Lessien“ (aus rechtlichen Gründen können keine Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.)

Mittlerweile sind auch die Ermittlungen zur Brandursache beendet. Laut Angaben der Polizei wurden diese zusammen mit einem externen Gutachter durchgeführt, verantwortlich gemacht wird demnach übereinstimmend ein technischer Defekt.

„Dorfkatze“ Mimi wird vermisst

Randnotiz: Seit dem Feuer wird die „Dorfringkatze“ Mimi vermisst. Noch einmal, drei Tage danach am vergangenen Samstag, wurde das schwarz-weiße Tier mit auffälligen schwarzen Flecken unter der Nase und am linken Hinterlauf auf dem Brandgrundstück von einem Anwohner gesichtet – struppig und abgemagert. Seitdem ist Mimi verschwunden. Wer sie irgendwo sichtet, wird gebeten, unter Tel. 0152-27187160 anzurufen.

Von Jörg Rohlfs

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