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Brome Rote Karte für pöbelnde Vereinsmitglieder
Gifhorn Brome Rote Karte für pöbelnde Vereinsmitglieder
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19:00 15.08.2019
Stress in Bergfeld: Dem TSV Fortuna reicht’s, der Vorstand will pöbelnden Vereinsmitgliedern die rote Karte zeigen. Quelle: dpa
Bergfeld

Dem Vorstand des TSV Fortuna Bergfeld reicht’s! Zuschauer des Teams aus der 1. Fußball-Kreisklasse Gifhorn 1 haben sich in der Rückrunde der Vorsaison gleich zweimal gravierendes Fehlverhalten gegenüber Schiedsrichtern geleistet, was mit saftigen Geldbußen geahndet wurde. Jetzt ziehen die Vereinsverantwortlichen die Reißleine, haben für den kommenden Sonntag eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Das Thema sind nicht nur Regeln für ein vernünftiges Miteinander auf dem Sportplatz, sondern auch Sanktionen im Fall von Zuwiderhandlungen.

Schlechtes Verhalten

Gerade das Verhalten gegenüber den Unparteiischen ließ zuletzt zu wünschen übrig, zwei Referees fertigten nach Partien mit Bergfelder Beteiligung Sonderberichte an. Der erste Vorfall ereignete sich im März in Brechtorf, der zweite im Juni gegen Barwedel. „Da sind jeweils langjährige Vereinsmitglieder dem Schiri bis in die Kabine hinterhergelaufen, um ihm zu erzählen, was sie von ihm halten. Das ist schon eine Hausnummer“, sagt der TSV-Vorsitzende Uwe Fredrich kopfschüttelnd. „Der Schiedsrichter vom Barwedel-Spiel hat sogar die Segel gestrichen, will gar nicht mehr pfeifen.“

Imageschaden

Weil sich die beiden Vorkommnisse innerhalb kurzer Zeit ereigneten und es sich bei dem Verursacher des jüngeren Zwischenfalls selbst um einen ehemaligen Referee handelte, fiel vor allem die zweite Strafe heftig aus. Über 600 Euro sind es insgesamt, vom Imageschaden mal ganz abgesehen. „Mittlerweile sagen bei uns Ehrenamtliche, dass sie sich nicht mehr engagieren werden, wenn es so weitergeht“, erklärt Fredrich.

Fast den Aufstieg gekostet

Was den Klub-Chef ebenfalls auf die Palme bringt: „Vor zwei Jahren in der 2. Kreisklasse gab’s das Problem, dass wir keine Schiedsrichter hatten und das Heimteam pfeifen musste. Da haben wir auswärts dann 100 Minuten gespielt, bis Bergfeld noch den Ausgleich kassiert hat. Das hat uns fast den Aufstieg gekostet“, erinnert sich Fredrich. „Darüber haben sich bei uns alle aufgeregt. Jetzt haben wir wieder Schiris, und Einzelne benehmen sich wie die wilde Sau – das geht nicht!“

Gespräch gesucht

Als Fredrich von den Vorfällen hörte, suchte er das Gespräch mit den Verantwortlichen des NFV-Kreises und den betroffenen Unparteiischen. „Alle fanden es gut, dass sich mal einer meldet und sich entschuldigt“, so der Vorsitzende über die Resonanz. Aber: „Uns reicht das nicht!“ Es habe im Vorstand zwar auch eine skeptische Stimme gegeben, letztlich entschied man sich aber dafür, in die Offensive zu gehen. Die Versammlung steigt am Sonntag um 18.30 Uhr im Gasthaus „Zur Post“.

Ungewöhnliches Vorgehen

Auch Timo Teichert wird vor Ort sein. „Das Vorgehen ist definitiv ungewöhnlich“, sagt Gifhorns Spielausschuss-Vorsitzender, der wie Schiedsrichter-Obmann Dennis Laeseke und der Bergfelder Roland Effe (war einst jahrelang höherklassig als Referee aktiv) das Wort ergreifen wird. Teichert: „Ich finde die Aktion total super, so wird der Finger in die Wunde gelegt, und die Mitglieder werden genau darüber informiert, was los ist.“

Ein Zeichen setzen

Es geht darum, ein Zeichen zu setzen. „Ich werde vorschlagen, die Satzung dahingehend zu ändern, dass wir zumindest an unsere Mitglieder rankommen, damit die Verursacher bei unsportlichem Verhalten die Strafe selbst tragen“, so Fredrich. Außerdem müsse man künftig vielleicht noch eher vom Hausrecht Gebrauch machen, also Platzverbote aussprechen. „Wir wollen keine dreckige Wäsche waschen“, betont Fredrich, „aber irgendwann muss man mal zeigen, dass man sich nicht alles gefallen lässt.“

Von Nick Heitmann

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