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Brome Eichenprozessionsspinner: So ist die Lage rund um Parsau
Gifhorn Brome Eichenprozessionsspinner: So ist die Lage rund um Parsau
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09:54 30.08.2019
Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Bau, Energie und Regionalplanung informierten sich vor Ort über den Erfolg der Bekämpfung gegen den Eichenprozessionsspinner. Quelle: Alexander Täger
Kaiserwinkel/Parsau/Rühen

Im Mai war es soweit: Nachdem sich der Eichenprozessionsspinner (EPS) im Kreisgebiet immer weiter ausgebreitet hatte, wurden zahlreiche befallene Flächen per Helikopter aus der Luft mit einem Biozid behandelt. Am Dienstag trafen sich nun die Mitglieder des Umweltausschusses in der Försterklause in Kaiserwinkel, um danach bei einer Bereisung die Ergebnisse der Bekämpfungin Augenschein zu nehmen.

Experten kommen noch einmal am 12. September

„Ich glaube, man kann sagen, dass es gut gelaufen ist“, sagte Kreisrat Mirco Schmidt. Die letztendliche Bewertung müsse aber noch von Experten getroffen werden. Am 12. September tage wieder die externe Arbeitsgruppe, dabei würden Fachleute eine Einschätzung zum Bekämpfungserfolg geben.

Hat das wirklich was gebracht? Nach der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners aus der Luft im Mai hat sich der Umweltausschuss des Landkreises jetzt in Croya, Rühen und Parsau umgesehen.

Angesteuert wurde eine unbehandelte Fläche (zwischen Kaiserwinkel und Croya) sowie vom Helikopter besprühte Bereiche (bei Parsau und bei Rühen) angesehen, mit Bullis ging es unter anderem auch durch das Waldgebiet beim Giebel. Martin Zenk von der Unteren Naturschutzbehörde versorgte die Ausschussmitglieder mit Informationen.

Hubschrauber-Einsatz hat sich gelohnt

Wo geflogen wurde, gebe zwar vereinzelte Nester, insgesamt habe die Behandlung aus der Luft aber gut gewirkt, erklärten Zenk und Schmidt. Man werde nicht alles bekämpfen können, so Zenk mit Blick auf das großflächige Ausbreitungsgebiet, das sich weit über Ostniedersachsen hinaus erstreckt. Da, wo Menschen seien, müssten diese aber vor dem EPS geschützt werden.

Auch von alten Nestern, wie sie dort an den Bäumen hängen, geht weiterhin eine Gesundheitsgefahr aus. Quelle: Alexander Täger

Organisatorisch sei die Bekämpfungsaktion per Helikoptersehr aufwändig gewesen, blickte Schmidt zurück. Dabei musste der exakte Zeitpunkt abgewartet werden – abgesehen vom genau passenden Entwicklungsstadium der Raupen durfte es unter anderem nicht regnen und nicht zu windig sein. „Es war gar nicht so einfach“, so Schmidt. Und ein wenig Glück habe auch dazu gehört. Das Modell der zentralen Organisation, wie es dabei im Landkreis zum Einsatz kam, werden von anderen übernommen.

Die Kostenfrage ist weiter ungelöst

Thema war auch die Kostenfrage in Sachen EPS-Bekämpfung: Wie weit sei man damit, das Land gemeinsam mit anderen betroffenen Landkreisen davon zu überzeugen, „dass es nicht nur ein regionales, sondern ein landesweites Problem ist?“, fragte Ausschussvorsitzender Jochen Gese (CDU). Das Land versuche, die Verantwortung von einem Ministerium ins andere zu schieben, so Schmidt. Inzwischen sei nicht mehr das Umwelt-, sondern das Gesundheitsministerium zuständig. Der Landrat habe nochmal in einem Schreiben deutlich gemacht, „wie schlimm die finanzielle Situation“ der Kommunen sei. „Wir hoffen, dass gemeinsam mit anderen Landkreisen der Druck auf das Land zunimmt“, sagte Schmidt. Aber: „Die Rückmeldungen aus dem Ministerium sind nach wie vor, dass es kein landesweites Problem ist, und derzeit ist man nicht gewillt, finanzielle Unterstützung seitens des Landes vorzunehmen.“

„Wie machen das unsere Nachbarn in Sachsen-Anhalt?“, wollte Torsten Heilmann (AfD) wissen. Dort hat das Land Finanzmittel von insgesamt zwei Millionen Euro bereitgestellt. Dies sei ebenfalls ein Argument, bestätigte Schmidt. Gerade in der Grenzregion sei das prekär, weil die Leute „nur fünf Schritte gehen müssen“, und dann sehen könnten, dass sich dort das Land Sachsen-Anhalt engagiere.

Die Entwicklung im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner

25. Juli 2019: Raupenplage: So sieht’s in Rühen aktuell aus

21. Juni 2019: Wegen Eichenprozessionsspinner: Stadt Wolfsburg sagt Staffel-Marathon im VW-Bad ab

18. Juni 2019: Eichenprozessionsspinner in WolfsburgAbsaugen und warnen: Kritik am Umgang mit Giftraupe

18. Juni 2019: Eichenprozessionsspinner: Gefährliche Raupe macht sich im VW-Bad breit

30. Mai 2019 : Allergien – Gesundheitsamt Wolfsburg warnt vor Eichenprozessionsspinnern

14. Mai 2019: RühenEPS: Auch nach Besprühung keine Entwarnung

13. Mai 2019: Kampf gegen Eichenprozessionsspinner gestartet

11. Mai 2019: EPS-Bekämpfung mit dem Hubschrauber auf 21 Routen

10. Mai 2019 Kostenexplosion und Waldschäden in Wolfsburg - Hiobsbotschaften für den Ortsrat Stadtmitte

10. Mai 2019: Eichenprozessionsspinner-Bekämpfung: Gesundheitsrisiken gering

9. Mai 2019: Wetter bestimmt Zeitpunkt der Helikopter-Einsätze

8. Mai 2019: Helikopter-Einsätze erst am Montag

3. Mai 2019: Bekämpfung aus der Luft startet nächste Woche

30. April 2019: Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners beginnt

27. April 2019: Kreis beteiligt sich an Bekämpfungskosten

12. April 2019: So kämpft der Kreis Gifhorn gegen die Raupe

11. April 2019: RühenKleine Raupe sorgt wieder für großen Ärger

29. März 2019: Eichenprozessionsspinner: Petition mit 7000 Unterschriften übergeben

25. Februar 2019: Eichenprozessionsspinner: Landtags-Petition zu den Kosten kann starten

23. Februar 2019: Prozessionsspinner: Noch wenig Bewusstsein für das Raupenproblem

20. Februar 2019: Eichenprozessionsspinner: Grüne im Landkreis Gifhorn für das Absaugen

17. Februar 2019: Eichenprozessionsspinner: Grüne sehen Minister in der Pflicht

14. Februar 2019: Info-Abend – Prozessionsspinner bewegt auch die Wendschotter

10. Februar 2019: Rühener sammeln Unterschriften gegen Eichenprozessionsspinner

8. Februar 2019: Eichen in Parsau dürfen bald gefällt werden

1. Februar 2019: Land zahlt nicht für Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

4. Januar 2019: Parsau und Rühen warten jetzt aufs Land

8. November 2018: In FFH-Gebieten keine Bekämpfung aus der Luft

3. September 2018: Rühen bekommt Hilfe im Kampf gegen Raupe

9. August 2018: Pflanzenschutzmittel gegen Eichenprozessionsspinner

25. Juli 2018: Natürliche Feinde sollen gegen Prozessionsspinner helfen

19. Juli 2018: Neuer Antrag auf Bekämpfung aus der Luft

7. Juli 2018: Umweltminister sieht sich Situation in Giebel an

22. Juni 2018: Weyhäuser Weg bei Wolfsburg - Keine Chance für Eichenprozessionsspinner

14. Juni 2018: Wolfsburger Behörden-Wirrwarr – Eichenprozessionsspinner: Zuständigkeits-Wirrwarr bei Stadt

24. Mai 2018: Eichenprozessionsspinner: – Strecke für Volkstriathlon muss verändert werden

2. August 2012: Gefährlicher Prozessionsspinner: Wolfsburger Stadtverwaltung lässt alle Raupen-Nester absaugen!

Von Alexander Täger

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