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Brome Landwirtschaft: Davor soll das grüne Kreuz warnen
Gifhorn Brome Landwirtschaft: Davor soll das grüne Kreuz warnen
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20:00 05.11.2019
Machen auf den Wert der heimischen Landwirtschaft aufmerksam: Hans-Joachim Keil (v.l.), Roland Hermes, Johannes Keil und Aaron Hermes. Quelle: Peter Zur
Parsau

Trotz der vergleichsweise fruchtbaren und ertragreichen Böden ihrer Betriebe sind die Parsauer Landwirte besorgt, was die Zukunft angeht. Das Agrarpaket von Landwirtschafts- und Umweltministerium entspreche unter anderem auch mit Blick auf die Gülleverordnung nicht der fachgerechten Praxis, betonen Hans-Joachim Keil und Roland Hermes die nun auf einem ihrer Felder ein Grünes Kreuz aufgestellt haben, versehen mit einem Faltblatt, auf dem ihre Sorgen umrissen sind.

Zahl der Höfe schrumpft

Beide sind Vollerwerbs-Landwirte und weisen darauf hin, dass die Zahl der Höfe auch hier geschrumpft sei. Wo es einst zig Betriebe gab, seien nur noch neun übrig geblieben „Doch das ist noch eine stattliche Zahl, wenn man sie beispielsweise mit Brome vergleicht, wo gerade noch zwei Höfe übrig geblieben sind“, sagt Keil. Er führt aus: „In der zweiten Grundwasserschicht findet man auf unseren Flächen keine schädlichen Einträge.“ Das Problem der Gülle sei daher auf ihren Feldern zu vernachlässigen, obwohl sie im Wasserschutzgebiet liegen. Das sei ganz anders bei Betrieben im Westen, die mit 20 000 Schweinen und mehr arbeiteten.

Warum Landwirte düngen müssen

Einzig Keil wirtschafte in Parsau noch mit Schweinen, und um das tun zu dürfen, habe er vereinbaren müssen, dass er die Gülle auf den eigenen Feldern schadlos aufbringen könne, was auch gleichzeitig für die Biogas-Anlage gelte. „Das war das Erste, was gefragt wurde“, so Keil. Hermes ergänzt mit Blick auf das Agrarpaket: „Wir müssen den Pflanzen angemessene Nährstoffe bieten, sonst können wir die Qualität unserer Erzeugnisse nicht halten.“ In diesem Fall würden selbst die einheimischen Mühlen und Bäcker die Getreideprodukte nicht mehr abnehmen und würden entsprechende Produkte aus anderen Ländern einführen, in denen es keine Regulierungen dieser Art gebe, sind die Landwirte überzeugt.

Die Bedeutung des grünen Kreuzes

Keil: „Die vielen Verbote führen letztlich dazu, dass die Versorgung mit regionalen Produkten gefährdet ist. Daher treibt in den Reihen der Landwirte die Angst um, dass die Produktion von Lebensmitteln auf dem Acker und im Stall erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht wird.“ Daher haben Hans-Joachim Keil, sein Sohn Johannes sowie Roland Hermes mit Sohn Aaron ein Grünes Kreuz an gut einsehbarer Stelle aufgestellt, das allerdings mit keiner Forderungen der Landwirte verbunden sei. Vielmehr betonten sie: „Diese Symbole, die inzwischen bundesweit auf vielen Feldern zu sehen sind, richten sich vielmehr als Mahnung an die Gesellschaft, die sich des Wertes der heimischen Landwirtschaft wieder bewusst werden sollte.

Von Peter Zur

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