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Brome Neue Turnhalle für Parsau: Deshalb klemmt’s
Gifhorn Brome Neue Turnhalle für Parsau: Deshalb klemmt’s
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10:00 21.12.2019
Dauerbrenner: Falls eine Turnhalle in Parsau kommt, müsste das Gelände der Grundschule wohl erweitert werden. Der Samtgemeinderat vertagte eine Entscheidung. Quelle: Alexander Täger Archiv
Parsau

Es ist ein Dauerthema: Kommt in absehbarer Zeit eine Turnhalle für die Gemeinde Parsau oder kommt sie nicht? Am Donnerstag wurde im Samtgemeinderat mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen noch keine Entscheidung darüber getroffen, weil noch offene Fragen zu klären sind.

Es hängt an den Finanzen

Hintergrund: Die Gemeinde Parsau wünscht sich seit vielen Jahren eine Turnhalle und argumentiert unter anderem damit, dass sie der einzige Grundschulstandort in der Samtgemeinde ohne Turnhalle ist. Derzeit müssen die Grundschüler zum Schulsport in die Großturnhalle nach Rühen transportiert werden. Jüngst hatte die Gemeinde Parsau angeboten, sich mit 25 Prozent (maximal 500.000 Euro) an den Baukosten für eine Einfeldhalle zu beteiligen, und dadurch gewann das Thema zuletzt wieder an Fahrt (AZ berichtete). Geschätzt werden die Baukosten derzeit auf ungefähr zwei Millionen Euro, Hauptproblem für die Umsetzung ist die finanzielle Lage der Samtgemeinde.

Erste Mahnung der Kommunalaufsicht

Der aktuelle Haushalt wurde, wie Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann zu Beginn der Sitzung mitteilte, von der Kommunalaufsicht genehmigt. Die Behörde stellte aber gleichzeitig fest, dass sich „die Haushaltslage gegenüber den Vorjahren weiter verschlechtert hat und künftig weiter verschlechtern“ werde. Die Ergebnisrechnung weise ab diesem und den kommenden Jahren „erhebliche Fehlbeträge“ aus.

Varianten werden geprüft

Der Rat stimmte nun bei fünf Gegenstimmen mehrheitlich dafür, nach Klärung aller offenen Fragen den Bau einer Einfeldhalle in einer von zwei Varianten weiterzuverfolgen. In Variante eins würde die Samtgemeinde als Bauherr und Kreditnehmer auftreten, in der zweiten Variante die Gemeinde Parsau. Ob Letztgenannte rechtlich möglich ist, steht derzeit noch nicht fest. Bei dieser Variante soll unter anderem das Bauamt der Samtgemeinde entlastet werden.

Bauamt braucht Verstärkung

Dieses um eine weitere Stelle aufzustocken, beantragte Karl-Peter Ludwig (SPD) in der vorangegangen Diskussion. Denn: Nach der – einen Tagesordnungspunkt zuvor verabschiedeten – Priorisierung von künftigen Investitionen der Samtgemeinde wolle diese in den nächsten Jahren rund 30 Millionen in öffentliche Gebäude wie Schulen, Kindergärten und anderem investieren. Das unterbesetzte Bauamt könne aber maximal eine Million für Neubauten pro Jahr begleiten, da es sich auch um die Bauunterhaltung kümmern müsse. Etwas erstaunt über den Antrag Ludwigs zeigte sich Heino Meyer (CDU): Dies sei bereits Beschlusslage des Samtgemeinde-Ausschusses „und wird von uns unterstützt.“ Man hoffe, geeignetes Personal für das Bauamt zu finden, so Meyer.

Politiker verhalten

Zur Turnhalle selbst gab es aus allen Fraktionen grundsätzlich Zustimmung. Aber auch Warnungen waren zu vernehmen: Dirk Fricke und Jörg Böse (CDU) erinnerten unter anderem an die Haushaltslage der Samtgemeinde. „Diese zwei Millionen haben wir schlicht und einfach nicht“, gab Böse zu Bedenken. Zudem seien bereits Schwerpunkte gesetzt worden, zu denen die Sanierung des Schulzentrums Rühen und der Anbau an die Grundschule Parsau zählten. Henning Hoppe (CDU) fragte mit Blick auf die personellen Engpässe im Bauamt, inwieweit sich ein möglicher Turnhallenbau auf die geplanten Maßnahmen am Schulzentrum Rühen auswirke, die „zwingend“ seien.

Von Alexander Täger

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