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Brome Lebenswirklichkeit im Dreißigjährigen Krieg
Gifhorn Brome Lebenswirklichkeit im Dreißigjährigen Krieg
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18:21 26.06.2019
Zeitsprung: Kein Mittelalter-Spektakel, sondern eine authentische, geschichtlich korrekte Darstellung des Alltags und der Lebenswirklichkeit einer vergangenen Epoche erwartet die Besucher im August an der Burg Brome. Quelle: Jost Keller
Brome

„Nach der Schlacht bei Lutter am Barenberge 1626 zogen dieser Krieg und seine Söldner nach Norden zu uns“, nennt Arne Homann, Leiter des Schulmuseums Steinhorst, einen Anlass fürs Event. „Der zweite ist das die spätrenaissancezeitliche Burg Brome, gebaut in den 1580-ern, eine perfekte Kulisse bildet“, erklärt Dr. Ulrike Wendt-Sellin, die Leiterin des dortigen Museums. Vor diesem „historischen Grundrauschen“ (Homann) soll mittels „Living History“ museale Vermittlung stattfinden.

MHV unterstützt nach Kräften

Dies habe in Brome dank Lebendigem Museum und Aktivsonntagen, an denen altes Handwerk gezeigt wird, bereits Tradition: „Nun wird dieser Ansatz auf die Burg selber ausgedehnt, die das größte und vielleicht schönste Exponat des Museums ist“, so Wendt-Selling, die sich deshalb umso mehr darüber freut, dass der Museums- und Heimatverein (MHV) Brome die Veranstaltung nach Leibeskräften unterstützt mit Helfern und finanziellen Mitteln. Veranstalter ist die Bildungs- und Kultur GmbH des Landkreises Gifhorn.

„Zeitsprung: Brome anno 1626“: Ein Aktionswochenende zum Dreißigjährigen Krieg findet im August auf dem Gelände der Burg Brome statt. Quelle: Jörg Rohlfs

Historisch korrekte Darstellung

Besonderen Wert legt Wendt-Sellin auf die Feststellung, dass das vom 16. bis 18. August auf den Wiesen hinter der Burg stattfindende Aktionswochenende „kein Mittelalterspektakel mit Rittern“ ist, sondern eine „authentische, historisch korrekte Darstellung des Alltags und der Lebenswirklichkeit einer vergangenen Epoche“. Genau dies könnten die Besucher aber hautnah, quasi als Zeitreisende, die den „Zeitsprung“ wagen, erleben.

Echtes Schwarzpulver

Dafür würden die bis zu 60 Darsteller garantieren mit der „Qualität der Darstellung: Diese Leute, die aus fünf europäischen Staaten kommen, gehen in ihren Rollen auf, und verlassen sie auch nicht, wenn sie beispielsweise etwas gefragt werden – sie interagieren aber mit den Besuchern“, so Homann. Auf diese Weise würden diese hineingezogen ins Spiel und in die Zeit. „Es ist kein Spektakel, aber wirklich spektakulär“, ergänzt Wendt-Sellin. Auch wegen des Gebrauchs von – echtem – Schwarzpulver.

Eintrittspreise moderat

Los geht’s am Freitag, 16. August, 19 bis 21 Uhr, mit einem Vortrag von Dr. Thorsten Henke und Homann mit dem Titel „Der andere Merian. Kunst und Geschichtsschreibung im Dreißigjährigen Krieg“. Eintritt frei. Im Anschluss werden zeitgenössische Waffen und Ausrüstung im Burghof gezeigt. Das Feldlager auf den Burgwiesen ist geöffnet am Samstag, 17. August, von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 16 Uhr. Die Eintrittspreise sind sehr moderat und belaufen sich auf den normalen Museumseintritt: Erwachsene fünf Euro, ermäßigt und Kinder (ab sechs Jahren) 2,50 Euro, Familie zwölf Euro.

Nähere Einzelheiten zum Programm im Feldlager werden noch bekannt gegeben. Zusätzliche Parkflächen in der Umgebung der Burg werden ausgewiesen und im Burghof wird es Speisen und Getränke geben.

Von Jörg Rohlfs

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