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Brome Zur Eröffnung kassiert der Bürgermeister
Gifhorn Brome Zur Eröffnung kassiert der Bürgermeister
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15:57 29.07.2019
Für den guten Zweck: Wilfried Klopp kassierte eine Viertelstunde lang bei Lidl. Quelle: Jörg Rohlfs
Brome

Es ist guter Brauch beim Handelsriesen, Neu- und Wiedereröffnungen von Filialen mit einem solchen karitativen Event zu schmücken. Dabei wird dem jeweiligen Ortsvorsteher die Möglichkeit eingeräumt, sich eine Viertelstunde lang als Kassierer zu betätigen und das in dieser Zeit eingenommene Geld als Spende von Lidl einem guten Zweck zukommen zu lassen.

Borchert musste absagen

Bürgermeister Gerhardt Borchert hatte zwar zugesagt, diese lohnenswerte Aufgabe zu übernehmen, musste aber kurzfristig absagen: „Er sitzt auf Teneriffa fest“, berichtete Birgit Bartels von der Verwaltung des Fleckens, die die Aktion verfolgte. Borcherts Flieger, der ihn am Sonntagabend in die Heimat hätte zurückbringen sollen, kam einfach nicht.

Mit Magengrummeln

Damit die Aktion nicht ins Wasser fiele, wurde bei Klopp angefragt. Der überlegte natürlich nicht lange und sprang für Borchert ein. Viertel vor zehn am Montagvormittag nahm also der 62-jährige „mit leicht nervösem Magengrummeln“ an der mittleren der drei Kassen Platz und erhielt erstmal eine Einweisung von einer Fachkraft. Kurz vor zehn zog der gelernte Landwirt, der die letzten drei Jahrzehnte seines Berufsdaseins bei VW zugebracht hatte, mit leicht feuchten Händen die ersten Einkäufe von Kunden über den Scanner. Die Lidl-Mitarbeiterin, die ihn im Abkassieren unterwiesen hatte, stand ihm auch weiter hilfreich zur Seite und soufflierte bei Bedarf die Kennzahlen von Waren, die nicht gescannt werden konnten.

Für die Jugendarbeit

„Er macht das so gut, die werden ihm gleich einen Arbeitsvertrag anbieten“, feixte FC-Vorsitzender Dieter Kille, der gemeinsam mit seinem Enkel das Ganze aufmerksam verfolgte und schon mal verriet, wofür das eingenommene Geld verwendet werden soll, in dem Verein, der „sehr viele Baustellen hat“: Der Großteil soll in die Jugendarbeit fließen. „Die Jugend ist schließlich unsere Zukunft“, so Kille, der während der real knapp 20 Minuten dauernden Kassiererei freien Blick auf die Kassenanzeigen hatte und deshalb hoffte, „dass 500 Euro zusammenkommen“.

„Das war cool, aber auch Stress“

Und tatsächlich präsentierte Anne Werner, Projektleiterin bei der zuständigen Lidl-Regionaldirektion Bernburg, gemeinsam mit Filialleiterin Jenny Mank nach Kassensturz 536 Euro – die vom Unternehmen auf 800 Euro „aufgerundet“ wurden. „Im Durchschnitt schaffen die Bürgermeister 300 Euro“, verriet Werner. „Das war mal eine Erfahrung, sehr gut. Das war cool, aber auch Stress“, bekannte am Ende seines Arbeitseinsatzes ein sichtlich gut gelaunter Wilfried Klopp.

Vieles neu

Wie Werner weiter berichtete, nutzte das Unternehmen die fünfwöchige Schließung des 2007 errichteten Ladens nicht nur, um die Fassade zu erneuern, bodenhohe Schaufenster zu verbauen, den TK-Bereich sowie die Sozialräume zu modernisieren, Neon gegen LED zu tauschen, die Wände zu streichen und den Backshop zu erweitern, sondern auch, um einen Kaffeeautomaten für die Kunden zu installieren: „Damit das Einkaufen ein bisschen mehr zum Wohlfühlerlebnis wird.“

Von Jörg Rohlfs

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