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Brome Darum sah die Burg Brome aus wie ein Zeltlager im Dreißigjährigen Krieg
Gifhorn Brome Darum sah die Burg Brome aus wie ein Zeltlager im Dreißigjährigen Krieg
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20:00 18.08.2019
Waffenschau: Söldner und Landsknechte schlugen am Wochenende an der Burg Brome ihre Zelte auf – es ging auf eine Reise in die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. Quelle: Peter Zur
Brome

Lebendiger kann ein Museumsbesuch wohl nicht sein: Organisiert vom Museum Burg Brome gab es am Wochenende das dreitägige Spektakel „Zeitsprung“, zu dem rund 70 Söldner und Landsknechte mit ihren Begleiterinnen in historischen Gewändern ihr Feldlager auf den Burgwiesen aufgeschlagen hatten. Sie nahmen die zahlreichen Besucher mit auf eine lebendig gestaltete, historische Zeitreise ins Jahr 1626, in dem der Dreißigjährige Krieg bereits seit einigen Jahren tobte.

Auch wenn der Flecken Brome damals abseits der großen Heerwege lag und von Schlachten und Truppendurchmärschen verschont wurde, zogen immer wieder vereinzelte Haufen Söldner und Landsknechte auf der Suche nach Sold und Nahrung durch das Land.

Pulverdampf, Waffengeklirr und bunte Waffenröcke gab es am Wochenende in der Burg Brome. Söldner und Landsknechte hatten ein Feldlager wie im Dreißigjährigen Krieg aufgeschlagen.

Dabei lagerten sie wohl auch hinter der Burg Brome, hieß es zum Auftakt Zeitreise, die am Freitagabend begann.

Akteure aus drei Nationen

Und von der zeigten sich die Besucher mehr als nur beeindruckt, zumal sie mit den aus drei Nationen stammenden Akteuren um den Obristen Jan Kalb aus dem Kreis der Interessengemeinschaft Dreißigjähriger Krieg aus Oderwald (Landkreis Wolfenbüttel) unter anderem in das Lagerleben von damals eintauchen konnten.

Bauern als Pikeniere

Mit Interesse verfolgten die Besucher aber auch die Handhabung der damaligen Waffen, zu denen unter anderem die langen Piken zählten, mit denen einst die rekrutierten Bauern als „Pikeniere“ an vorderster Front dem Feind gegenüberstanden, während sich dahinter die Musketiere mit ihren Musketen sowie die Kanoniere mit den donnernden und Furcht einflößenden Kanonen postierten, wie Jan Kalb bei der nicht ungefährlichen Waffenpräsentation auf dem Burghof sagte.

Konzept lebendiges Museum

„Es ist schon bemerkenswert, was so ein kleiner Ort hier auf die Beine stellt“, zeigten sich die Besucher Leonie und Thomas Uhlemann sowie Regina und Peter Walther beeindruckt. Und wohl nicht nur darüber zeigte sich das Museumsteam um Museumsleiterin Dr. Ulrike Wendt-Sellin erfreut. Denn mit Blick auf das rege Treiben im Verlauf des Spektakels war die Museumsleiterin überzeugt, „dass auch eine lebendige historische Zeitreise durchaus in das Konzept eines lebendigen Museum passt.“ Dafür sei schließlich das Museum Burg Brome seit Jahrzehnten weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt.

Von Peter Zur

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