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Brome Bei berufsbedingten Umzügen: Ann Wöste coacht Familien im Ausland
Gifhorn Brome Bei berufsbedingten Umzügen: Ann Wöste coacht Familien im Ausland
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14:52 04.11.2019
Angebote für Expat-Partner und ihre Kinder: Ann Wöste in ihren neuen Beratungsräumen in Hoitlingen. Quelle: Jörg Rohlfs
Hoitlingen

„Third Culture Kids haben ein Leben, das reich an Möglichkeiten und Erfahrungen ist, jedoch auch viele Herausforderungen birgt“, sagt Ann Wöste. Sie coacht unter dem Motto „Überall zu Hause“ Kinder und Frauen, die aufgrund der beruflichen Tätigkeit ihres Mannes/Vaters Jahre im Ausland leben – vor, während und nach ihrer „Stationierung“. Seit einigen Wochen in neuen Beratungsräumen neben dem Haus der Familie in der Hauptstraße 6.

Persönliche Weiterentwicklung

Die gebürtige Delmenhorsterin weiß, wovon sie redet, hat sie doch selbst viele Jahre in fremden Ländern verbracht: Als junger Mensch als Au-Pair in Irland, als Buchhändlerin in Spanien sowie als Ehefrau und später auch Mutter in Portugal und China. „Ich habe die verschiedenen Standorte immer als große Bereicherung betrachtet und auch Krisen in der Rückschau als Chance für meine persönliche Weiterentwicklung erlebt.“

Seelische Themen

Wohlwollend auf Krisen blicken kann man aber eben erst dann, wenn man sie gemeistert oder überwunden hat. Und auch die 45-jährige erlebte Zeiten, in denen sie sich „allein gelassen fühlte mit seelischen und psychischen Themen“ – eigenen und denen ihrer beiden Kinder, die heute zwölf und 15 Jahre alt sind. „Es gab keine Angebote, keinen Ansprechpartner, an den man sich wenden konnte“, erinnert sich Wöste.

Entwurzelungen und Verluste

Dabei komme es bei „hoher Mobilität“, wie sie das berufsbedingte Umherziehen auf der Welt nennt, unweigerlich zu Dissonanzen. Sei es bei Frauen die „Reduzierung auf die Mutterrolle“ oder das Fehlen sozialer Kontakte, bei Kindern und Jugendlichen das wiederholte Erleben von „Übergangs- und Veränderungserfahrungen“, wodurch es „immer wieder zu Entwurzelungen kommt und Verluste ein ständiger Begleiter sind“.

Aufklären und beraten

Um Partnern und Kindern von Expats (Entsandten) zu helfen, möchte Wöste als zertifizierter Coach sowie Kinder- und Jugendcoach zum einen „Aufklärungsarbeit“ leisten, für das Thema „sensibilisieren“ – Mütter für ihre Kinder, Frauen für sich selbst – und Familien auf einen Auslandsaufenthalt vorbereiten. Zum anderen berät sie – in ihrem Büro oder per Skype – jene, die unterwegs an einem der vielen möglichen „Stolpersteine“ hängen geblieben sind.

Einstieg ins Thema

Einen Einstieg ins Thema gibt es für Interessierte und Betroffene zum Beispiel auf der Homepage von „Überall zu Hause“, in einem Podcast-Beitrag mit Wöste, aber auch am Mittwoch, 6. November, in der Volkshochschule Wolfsburg, wo sie von 19 bis 21.15 Uhr unter dem Titel„Third Culture Kids – Ein Einblick in ihre Lebenswelt“ dazu referiert.

Von Jörg Rohlfs

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