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Brome Zicherie-Böckwitz: Großes Fest im ehemals geteilten Doppeldorf
Gifhorn Brome Zicherie-Böckwitz: Großes Fest im ehemals geteilten Doppeldorf
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12:05 04.11.2019
Endlich ist die Grenze offen: Im November 1989 begrüßen die Zicherier ihre Nachbarn aus Böckwitz. Quelle: Archiv
Zicherie-Böckwitz

Am Samstag, 18. November 1989, war es so weit: Nach Jahrzehnten öffneten sich um 6 Uhr morgens die drei Meter hohe Mauer und die Sperrschranken zwischen Zicherie und Böckwitz (DDR) – das jahrelang geteilte Doppeldorf war kein Symbol mehr für die deutsche Teilung.

Kaffee für die Ost-Kollegen

Der Andrang war groß auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze im Landkreis Gifhorn. In Böckwitz und in Zicherie hatten sich schon am Freitagabend die ersten Menschentrauben gebildet, um die ganze Nacht hindurch in bitterer Kälte auf die Grenzöffnung am frühen Morgen zu warten. Die Stimmung war bestens, auch auf höherer Ebene: Eine Beamtin des Bundesgrenzschutzes (West) reichte ihrem Kollegen von der Volkspolizei (Ost) beispielsweise einen heißen Kaffee über die Grenzlinie – eine Szene, die wenige Tage davor noch unmöglich gewesen wäre. Wobei die Volkspolizei noch die letzten Vorbereitungen traf, sie stellte Scheinwerfer auf und harkte fein säuberlich den Randstreifen der Straße.

Viele Freudentränen fließen

Dann war es so weit: Punkt 6 Uhr strömten viele DDR-Bürger nach Zicherie, zu Fuß, per Rad oder im Auto. In einer symbolischen Geste trafen sich Adolf Bannier, Bürgermeister von Zicherie, und Siegfried Fest, Bürgermeister von Böckwitz, genau auf der Grenzlinie; unter Banniers Begleitern befand sich unter anderem VW-Chef Carl H. Hahn.

Die DDR-Besucher wurden mit einem großen Spruchband begrüßt, auf dem „Willkommen in Zicherie“ stand. Musik erklang, immer wieder knallten Sektkorken, viele Freudentränen flossen. Zum Teil wurden Getränke und Südfrüchte in die vorbei rollenden Trabbis gereicht, nur mühsam konnten die Polizeikräfte aus West und Ost die Fahrbahn für die Autos freihalten. Andrang herrschte auch beim Edeka-Markt in Zicherie, begehrt waren zum Beispiel Kaugummi und Coca-Cola.

Wiedersehen nach Jahrzehnten

An diesem Tag durften bis 24 Uhr auf Initiative des niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht auch Westbürger hinüber nach Böckwitz, wo ebenfalls ein großes Transparent mit dem Schriftzug „Herzlich willkommen“ zu sehen war. Die Volkspolizisten der DDR plauderten locker mit den Besuchern aus Zicherie, boten ihnen Kaffee und andere Getränke an – und ganz in der Nähe lagen sich weinend Verwandte in den Armen, die sich seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hatten.

Von Carsten Baschin

Am 18. November 1989 wurde auch in Zicherie die innerdeutsche Grenze geöffnet. „Das war Weltgeschehen“, sagt Ulrich Lange, der sich noch gut an die letzten Tage der Teilung erinnert.

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