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Brome Interessierte für Jugendweihe gesucht
Gifhorn Brome Interessierte für Jugendweihe gesucht
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06:00 02.08.2019
Alternativer Ritus: Ratsmitglied Katja Brauer will bei bestehendem Bedarf eine Jugendweihe initiieren. Quelle: dpa
Rühen

Das Gemeinderatsmitglied Brauer ist geboren und aufgewachsen in Sachsen in der ehemaligen DDR, wo die Jugendweihe mindestens den gleichen Stellenwert hatte wie ihre kirchlichen Pendants und immer noch eine feste Einrichtung darstellt. Bei ihrem eigenen Nachwuchs hat Brauer das Thema Konfirmation offen gelassen. Nun habe ihre Tochter aber über Freunde und Bekannte einige interessante Aspekte zum Thema mitbekommen – von den üblichen Geldgeschenken bis zur Ausrichtung der Feier im Familienkreis.

Zunächst Ernüchterung

„Das war für mich der Anlass, mich mit Möglichkeiten zu beschäftigen“, so Brauer. Recherchen zu einem Jugendweihe-Verein auf Landesebene waren ernüchternd: „Viel zu kompliziert“, weiß sie – auch aus ihrer Tätigkeit als Vorsitzende des Grundschul-Fördervereins in Rühen. Also entschied Katja Brauer selbst die Initiative zu ergreifen. Allerdings nicht ganz im privaten Alleingang, die Aussicht auf anfallende Kosten, beispielsweise für das Mieten von Räumlichkeiten hätten doch abschreckend gewirkt.

Gemeinde übernimmt Schirmherrschaft

Also holte sich die Rühenerin Rückendeckung bei der Gemeinde, die für das Projekt Jugendweihe die Schirmherrschaft übernehmen wird – falls es zustande kommt. „Es hätte dann ein offizielles Siegel“, so Bürgermeister Karl Urban, für den die Einführung einer Jugendweihe im Ort „ein Stück kulturelle Vielfalt“ wäre. Neben dem offiziellen Charakter würde die Gemeinde aber eben auch Räumlichkeiten zur Verfügung stellen – zum Beispiel in einem Sportheim – wo, ähnlich wie beim Konfirmandenunterricht, Veranstaltungen zur Vorbereitung der Jugendweihe oder dieselbe stattfinden könnten. „Vielleicht könnte man aber auch mit der Kirche kooperieren.“

Themen zum Erwachsenwerden

Für die – sechs bis zehn – Vorbereitungstreffen, die schließlich in den Festakt „Jugendweihe“ mit anschließenden Feiern im Familienkreise münden sollen, hat Brauer auch schon ein paar Ideen im Hinblick auf Erwachsenwerden-Themen. So könne man die Polizei, Geschäftsleute, die Arge oder andere Institutionen bitten, den Heranwachsenden Inhalte nahe zu bringen. Aber auch Bereiche wie Hygiene oder Hauswirtschaft seien sicher nicht fehl am Platze und interessant zu gestalten.

Selbständigkeit stärken

„Vielleicht könnten die Teilnehmer auch in Eigenregie etwas organisieren, um ihre Selbständigkeit zu stärken“, meint Katja Brauer, „zum Beispiel eine Teenie-Disco.“ Gedacht ist die Jugendweihe für Kinder, die in der achten Klasse sind respektive ihr 13. Lebensjahr vollenden. Ursprünglich wollte Brauer die Initiative planmäßig für Rühener ins Leben rufen: „Aber wenn jemand aus Parsau dabei sein möchte, wäre das natürlich auch kein Problem.“ Auch eine Ausweitung aufs Samtgemeindegebiet sei nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Und auch Kirchenmitglieder würden nicht der Tür verwiesen.

„Einige positive Rückmeldungen von Müttern“ hat Brauer schon erhalten. Ab sechs Kindern würde die Aktion starten. Interessierte sollten sich deshalb bis zum 13. August bei ihr melden unter Tel. 0179-7421987 oder per Mail an katja_brauer@yahoo.de.

Von Jörg Rohlfs

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