Ein Biohof stellt sich vor
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Brome Ein Biohof stellt sich vor
Gifhorn Brome Ein Biohof stellt sich vor
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15:45 18.06.2019
Viel zu sehen und zu erleben: Das Fest auf dem Biohof der Familie Wagner war ein richtiges Volksfest. Quelle: Burkhard Heuer
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Bergfeld

Als Hoffest war es geplant, ein Volksfest ist es geworden: Die Besucher jedenfalls strömten in Scharen herbei, als jetzt der Biohof Wegner in Bergfeld wieder einmal die Türen für jedermann öffnete.

Angeboten wurde vielseitige Unterhaltung, eine Blaskapelle lud ein zum Verweilen, acht Verkaufsstände hatten geöffnet und alte Handwerke wurden präsentiert. Das besondere Interesse der erwachsenen Besucher indes galt der Tierhaltung auf Hof Ratje 6, der 2005 von Daniela und André Wegner zum Biohof umgestaltet worden war.

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Alles rund um den Biohof und noch viel mehr bot Familie Wegner zum Hoffest in Bergfeld auf. Polaris-Quad und Korbflechter verbanden Zukunft und Tradition, und Musik gab’s auch.

„Wir beschicken mit unseren Produkten die Wochenmärkte in der Region“, so Daniela Wegner über die Ursprünge des Hoffestes, da habe man der Kundschaft auch mal zeigen wollen, wie die Tiere tatsächlich artgerecht gehalten werden können. Je 300 Legehennen beispielsweise „wohnen“ in sogenannten Hühnermobilen, fahrbaren Unterkünften, die sie am Tage verlassen können, um sich an frischem Grün zu laben. Finn-Matti Wegner (14) präsentierte stolz seine eigene kleine Schafherde, während Vater André per Trecker und angehängtem Planwagen Interessierte zu den Rinderherden auf den ausgedehnten Weiden kutschierte.

Auch ein Korbflechter war dabei

Diverse Geschäftspartner der Wegners sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. Dion Dick (8) und Vater Alexander beispielsweise düsten gemeinsam auf dem Polaris-Quad durch die Feldmark, an den Ständen gab es Töpfereiprodukte, Näharbeiten und verzierte Hufeisen zu erwerben, wer wollte, konnte sogar eine Massage zur Entspannung genießen. Aus Celle war der Korbflechter Hans Müller angereist, um zu demonstrieren, wie unter geschickten Händen allerlei Praktisches entsteht. „Ich zeige dieses alte Handwerk gern“, sagte Müller, „denn ich bin tatsächlich einer der letzten dieses Standes.“ Für den besten Überblick indes sorgte der Teleskop-Stapler, von dem aus man das gesamte Areal samt Hof und Hühnermobil überblicken konnte.

Veranstalter sind sehr zufrieden

Ein kurzer Regenschauer konnte zunächst weder das bunte Treiben noch das gemütliche Beisammensein bei der Blasmusik der „Fulauer“ aus dem Nordkreis beeinträchtigen, dann aber öffnete der Himmel seine Schleusen so kräftig, dass früher als geplant das Hoffest endete. „Unsere Gäste waren dennoch glücklich und wir sind mit dem Verlauf sehr zufrieden“, zog Daniela Wegner positive Bilanz.

Von Burkhard Heuer