Ehra: Aus dem Baumanleuchten ist ein Weihnachtsmarkt geworden
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Brome Das Anleuchten hat sich zum Weihnachtsmarkt gemausert
Gifhorn Brome Das Anleuchten hat sich zum Weihnachtsmarkt gemausert
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16:00 07.12.2019
Starker Zuspruch: Das Anleuchten des Weihnachtsbaumes und der parallel laufende Bücherflohmarkt kamen gut an in Ehra. Quelle: Ron Niebuhr
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Ehra

Der Advent hat begonnen. Ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass vielerorts im Landkreis wieder prächtig beleuchtete Weihnachtsbäume das Dorfbild schmücken. So auch in Ehra. Dort feierte man jetzt auf dem Platz vor der Kirche das Anleuchten des Baumes. Das ist ein Jahr für Jahr gepflegter Brauch, der sich inzwischen zum kleinen Weihnachtsmarkt gemausert hat.

„Wir hoffen, wieder richtig viele Leute hier zusammen zu bringen“, sagte Jörg Böse. Der Gemeindebürgermeister wusste um die lange Tradition des Anleuchtens im Dorf als Startschuss in den Advent. „Das gab es schon zu Zeiten meiner Vorgängerin Jenny Reissig“, erzählte er. Wie lange genau, vermochte er gar nicht zu sagen, aber es seien wohl schon wenigstens 15 Jahre seit dem ersten Anleuchten vergangen.

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Kinder backen Stockbrot

Dabei war auch diesmal wieder für die Verpflegung mit allerhand Leckereien gesorgt. Der Förderverein des Kindergartens und der Grundschule ermöglichte den kleinen Gästen, selbst für ihr leibliches Wohl zu sorgen: „Sie können Stockbrot überm Feuerkorb backen“, sagte Böse. Oder sie ließen sich mit frisch gebackenen Waffeln verwöhnen. Vom Wetter her haben wir Glück gehabt“, freute sich Böse. Es blieb trocken, allerdings war es auch recht kühl. Aber das war kein Problem: „Gegen die Kälte, die in die Füße zieht, können wir ja leicht etwas unternehmen“, sagte Böse und ließ seinen Blick den Glühweinstand streifen. Zum kulinarischen Angebot gesellten sich ein paar Aussteller von Kunsthandwerk und Handarbeiten sowie klassischer Dekoartikel für Haus und Garten.

Mit Einbruch der Dämmerung gingen am Weihnachtsbaum die Lichter an. Kinder scharten sich darum und sangen einige Lieder. Dafür bekamen die wackeren kleinen Sänger Geschenke vom Weihnachtsmann. Auch das hat Tradition in Ehra. Oft haben übrigens Dorfbewohner Nadelbäume aus ihren Gärten gespendet, um sie in Ehra am Dorfring und genauso in Lessien am Ehrenmal im Advent aufzustellen. Doch mittlerweile „sind in den meisten Gärten wohl kaum noch geeignete Bäume zu finden“, sagte Böse. Denn eine gewisse Größe sollten sie schon haben. „Daher hat diesmal die Gemeinde zwei Bäume besorgt“, berichtete er.

Mit Bücherflohmarkt

Wie stark die Resonanz aufs Anleuchten ist, „wissen wir eigentlich nie. Da steckt man nicht drin“, sagte Böse. Letztlich sei das zu einem guten Teil immer vom Wetter abhängig. Das passte in dieser Saison. Und so tummelten sich im Anschluss an den Gottesdienst viele kleine und große Dorfbewohner auf dem Platz vor der Kirche. Parallel zum Anleuchten unter Regie der Gemeinde und Vereine richtete die Kirche in ihrem Gemeindehaus einen Bücherflohmarkt aus. „Beides lässt sich prima miteinander verbinden. Das ist eine Win-Win-Situation“, verwies Böse darauf, dass der Flohmarkt vom Anleuchten profitierte – und umgekehrt.

Von Ron Niebuhr