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Brome EPS-Bekämpfung und Drohnen am Naturschutzgebiet
Gifhorn Brome EPS-Bekämpfung und Drohnen am Naturschutzgebiet
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06:01 16.05.2019
Eichenprozessionsspinner: Die Bekämpfung war Thema im Rühener Rat. Quelle: Alexander Täger (Archiv)
Rühen

Bürgermeister Karl Urban dankte Anna Hoffmeister, Jens Hohnke und allen Unterstützern der Petition über Forderung nach finanzieller Unterstützung durch das Land Niedersachsen bei der EPS-Bekämpfung. „Leider hat sich das Land nicht dazu bewegen lassen, sich an den Kosten zu beteiligen. Es ist schon sehr traurig, dass es in Sachsen-Anhalt möglich ist, aber in Niedersachsen die Kommunen allein gelassen werden“, so Urban. Dennoch sei bereits vor zwei Wochen mit dem Besprühen vom Boden aus begonnen worden, Montag und Dienstag wurden befallene Gebiete zudem per Helikopter besprüht. Um die Fressfeinde des EPS zu vermehren, seien außerdem einige Blühstreifen in der Gemeinde angelegt worden.

Naturschutzgebiet Nördlicher Drömling ist Thema

Ein weiteres Thema war das Beteiligungsverfahren zum Erlass der Verordnung über das geplante Naturschutzgebiet Nördlicher Drömling beziehungsweise Politz und Hegholz. Der Landkreis hatte um eine Stellungnahme gebeten. Der Rühener Rat schloss sich mit einer Gegenstimme der Stellungnahme der Samtgemeinde Brome an. Diese spricht sich unter anderem gegen eine 500 Meter breite Schutzzone um das Naturschutzgebiet herum aus, in der nach jetzigem Stand der Verordnung – außerhalb von Notsituationen – keine unbemannten Flugobjekte wie etwa Drohnen erlaubt sein sollen.

Drohneneinsätze sollen erlaubt bleiben

Die Samtgemeinde plädiert in ihrer Stellungnahme dafür, Drohneneinsätze beschränkt zuzulassen. Als Beispiele werden unter anderem die Kontrolle von Grünflächen zur Wildrettung vor dem Mähen oder auch Bestandsaufnahmen von Schädlingsbefall genannt. Außerdem wird gefordert, dass Regelungen in die Verordnung eingefügt werden, mit der die Schädlingsbekämpfung „insbesondere des EPS auch aus der Luft“ möglich bleibe.

Naturschutzgebiet hat viele positive Aspekte

Rühens stellvertretender Bürgermeister Hermann Jordan, der die Stellungnahme vorstellte, erklärte, die Einrichtung des Naturschutzgebietes sei wünschenswert und werde von vielen positiven Aspekten begleitet, „jedoch müssen wir auch an die Mitbürger der Gemeinden und deren Schutz denken“. Auch müssten mögliche Veränderungen, etwa durch den Klimawandel oder „eingeschleppte Pflanzen und Tiere“, berücksichtigt werden können, ohne auf Änderungen der Verordnung warten zu müssen. Ein Beispiel sei die Verbreitung der Ambrosia.

Abgelehnt wurde ein Antrag von Wilfried Sievers, der vorsah, diesen Tagesordnungspunkt zunächst zu vertagen und den zuständigen Mitarbeiter des Landkreises zur Ratssitzung einzuladen.

Von Alexander Täger

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