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Brome Keine Zuschüsse mehr ab nächstem Schuljahr
Gifhorn Brome Keine Zuschüsse mehr ab nächstem Schuljahr
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15:39 05.12.2019
Gängige Praxis ändern: Aufgrund von Haushaltsengpässen will die Samtgemeinde die Zuschüsse für die Ganztagsgrundschulen streichen. Quelle: Peter Steffen/dpa Archiv
Samtgemeinde Brome

Diese Ankündigung sorgt für Unruhe: Ab dem kommenden Schuljahr sollen die drei Ganztagsgrundschulen in der Samtgemeinde Brome ihre Zusatzangebote ohne Zuschüsse seitens der Kommune finanzieren. So lautet zumindest ein Votum des Samtgemeindeausschusses, über das die Schulen schriftlich informiert wurden.

„Freiwillige Leistung“

„Die Finanzierung der ganztagsspezifischen Angebote ist Sache des Landes“, erklärt Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann auf Anfrage. Die seit geraumer Zeit gängige Praxis, dass mehr als die Hälfte der Kosten von der Samtgemeinde zugeschossen werden, stelle daher eine „freiwillige Leistung“ dar – und angesichts „der Engpässe im Haushalt“ ein Problem: „Wir kommen da an unsere Grenzen.“ Bereits im Vorjahr seien die Schulen aufgefordert worden, sich im Ganztagsbereich „anders aufzustellen“.

Gewerblicher Anbieter

Bislang ist es so, dass die Grundschulen in Rühen, Brome und Parsau jedes Jahr aufs Neue einen Antrag auf Bezuschussung stellen. Diese würden auch jedes Jahr aufs Neue von der Politik kontrovers diskutiert. Bislang allerdings folgenlos. Auch die Anträge fürs zweite Halbjahr des laufenden Schuljahrs wurden gerade bewilligt. So erhält die Grundschule Parsau dafür 20 000 Euro. Die Gestaltung der Ganztagsangebote erledigt für alle drei Schulen ein gewerblicher Anbieter, die Diakonische Jugend- und Familienhilfe Kästorf.

Konzept ändern

Nun hat aber der nichtöffentlich tagende Verwaltungsausschuss der Samtgemeinde einen Pflock eingeschlagen. Die Schulen wurden schriftlich aufgefordert, „ihr Konzept für die Zukunft dahingehend zu ändern, dass der Ganztag mit Landesmitteln finanziert werden kann“. Postwendend erfolgte am Dienstag die schriftliche Antwort der Schulleitungen unisono, wonach diese sich nicht in der Lage sehen, „bei fehlendem Schulträgerzuschuss den Ganztag ab dem Schuljahr 2020/2021 aufrecht zu erhalten“, da die Zuweisung der Landesmittel „unveränderbar“ sei.

„Überraschende Dynamik“

Diese demonstrativ harte Haltung wird von beiden Seiten allerdings schon relativiert. Die Bürgermeisterin spricht von einer „überraschenden Dynamik“, die die Diskussion zu der Beschlussvorlage im Ausschuss „in diesem Jahr“ erlangt habe. Es müsse noch „nachgesteuert“ und „intern Gespräche“ geführt werden, um eine andere Lösung zu finden“ – anschließend auch im Gespräch mit den Schulen.

Kooperationen mit Vereinen

„Es ist so, mit Blick auf die finanzielle Lage muss es Änderungen geben“, räumt andererseits Marianne Berlinecke ein. Die Leiterin der Grundschule Brome blickt hoffnungsvoll auf die angekündigten, vermutlich erst Anfang des Jahres stattfindenden Gespräche mit der Samtgemeinde: „Wir werden gemeinsam nach kreativen Lösungen suchen.“ Beim Stichwort Kreativität kommt Manuela Peckmann die Hauptschule in Rühen in den Sinn: Die sei auch eine Ganztagsschule und komme dabei ohne Zuschüsse der Kommune aus – unter anderem weil sie „in diesem Bereich feste Kooperationen mit örtlichen Vereinen hat“.

Von Jörg Rohlfs

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