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Brome Biosphärenreservat: Ein Netzwerk von Botschaftern für den Drömling
Gifhorn Brome Biosphärenreservat: Ein Netzwerk von Botschaftern für den Drömling
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19:38 06.11.2019
Ein Partner-Netzwerk für die Drömlingsregion: Das soll nun auf den Weg gebracht werden. Quelle: Alexander Täger
Croya/Drömling

Ob im Harz, am Wattenmeer oder in der Rhön: In diesen Biosphärenreservaten haben sich Netzwerke aus Betrieben der Region gebildet. Mit Dachmarken, die als Qualitätssiegel dienen, werden regionale Produkte und Angebote vermarktet. Das wird nun auchim Biosphärenreservat Drömlingauf den Weg gebracht.

Partner in einem Netzwerk

Unter dem Dach von Europarc, dem Dachverband der Nationalen Naturlandschaften, soll das Partner-Netzwerk gebildet werden. Das erklärten Juliane Ruttkowski von der Biosphärenreservatsverwaltung Drömling in Oebisfelde sowie Josephine Schlüer und Martin Schulze vom Landestourismusverband Sachsen-Anhalt am Dienstag bei einer Informationsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus in Croya. 28 solcher Europarc-Zusammenschlüsse gibt es in Nationalen Naturlandschaften bereits: „Jedes Schutzgebiet entwickelt seine eigenen Sparten“, so Ruttkowski.

Sie sind Botschafter des Biosphärenreservates

So könnten sich in der länderübergreifenden Drömlingsregion Betriebe aus ganz unterschiedlichen Bereichen – etwa aus Tourismus, Gastronomie, Kultur, Landwirtschaft, Bildung oder Handwerk – als Partner zertifizieren lassen und dann als Botschafter des Biosphärenreservatesfungieren. Dafür müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden. Das Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung der Region.

Ein solches Netzwerk biete zahlreiche Vorteile: „Im Wesentlichen kann man sagen: Gemeinsam sind wir stärker. Im Partner-Netzwerk unterstützen sich die Partner untereinander“, erklärte Schulze. So könnte gemeinsam unter anderem besseres Marketing betrieben und die Sichtbarkeit von Betrieben und der Region erhöht, Produkte oder Angebote entwickelt, Schulungen durchgeführt und Informationen weitergegeben werden.

Qualität, die besiegelt wird

Veranstaltungen wie Konzerte, Übernachtungen oder auch Erzeugnisse wie Rindfleisch aus dem Drömling: Mit einem Qualitätssiegel, einer sogenannten Dachmarke, sollen regionale Produkte oder auch kulturelle Angebote vermarktet werden können. Am Samstag, 16. November, von 10 bis 16 Uhr, findet zu diesem Thema ein Workshop in der Biosphärenreservatsverwaltung, Bahnhofstraße 32 in Oebisfelde, statt. Inhalte sind die Logogestaltung und Leitspruchentwicklung für die Dachmarke sowie für das Label „Kultur Natur Pur“. Besprochen werden soll dabei auch die Vorgehensweise zur Etablierung der Marke, außerdem werden Ideen für eine Produktlinie besprochen.

Über die Grenzen hinweg

Das Partner-Netzwerk, die Dachmarke und damit einhergehend Angebote für Tourismus und Kultur sollen länderübergreifend im niedersächsischen wie auch im sachsen-anhaltinischen Drömling greifen. Interesse bestehe auch daran, den niedersächsischen Tourismusverband einzubeziehen.

Von der Etablierung von Netzwerk und Dachmarke könne die ganze Drömlings-Region profitieren. Dies sei zwar ein langwieriger Prozess. Doch: „Wir müssen einfach loslegen“, so Schulze.

Die Kriterien zum Mitmachen

Am 10. Dezember wird es für Interessenten eine weitere Veranstaltung zu der Partner-Initiative geben, bei dem zum Beispiel die Kriterien noch einmal besprochen werden. Informationen gibt es bei Juliane Ruttkowski unter der Telefonnummer (03 90 02) 8 50 27, die Internetseite der Biosphärenreservatsverwaltung kann unter der Adresse www.naturpark-drömling.de aufgerufen werden.

Von Alexander Täger

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