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Brome Die nächsten Merkwürdigkeiten aus dem Dorf
Gifhorn Brome Die nächsten Merkwürdigkeiten aus dem Dorf
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12:03 03.08.2019
Fortsetzung: Fritz Boldhaus hat den zweiten Band von „Dies und das aus und allerhand Wahres aus dem Bromer Land“ vorgestellt. Auf 40 Seiten geht es darin auch um die Geschichte Wiswedels. Quelle: Alexander Täger
Brome

Eine Menge von 144 – das ist nach altem Zählmaß ein Gros. So viele Beiträge zur Heimatgeschichte hat Fritz Boldhaus in seinem ersten Band „Dies und das und allerhand Wahres aus dem Bromer Land“ niedergeschrieben. Nun legte er nach: „Ein halbes Gros Merkwürdigkeiten und Geschichtliches aus Wiswedel“ lautet der Untertitel der Fortsetzung.

Ein bunter Blumenstrauß

Wobei das Wort „Merkwürdigkeiten“ im eigentlichen Wortsinn zu verstehen sei, wie Boldhaus bei der Vorstellung des Bandes im voll besetzten Museumscafé der Bromer Burg am Donnerstag erklärte. Nämlich als Begebenheiten, die es wert seien, sich zu merken. Diese sind nicht chronologisch, sondern „wie ein bunter Blumenstrauß“ angeordnet, so der 91-jährige Heimatforscher. 230 Abbildungen sorgen für eine Veranschaulichung der Berichte über Persönlichkeiten und Begebenheiten, die von der Bromer Ersterwähnung vor mehr als 800 Jahren bis zur Erneuerung der Altendorfer Kirchturmspitze im Herbst 2018 reichen.

Eine Kirchturmspitze spielt auch in einem Beitrag über die Handwerker in Brome um 1840 im Buch eine wichtige Rolle. Bei einem verheerenden Feuer im Jahr 1807 brannte ein Großteil der Ortschaft ab: „84 Wohn- und Wirtschaftsgebäude wurden vernichtet, darunter auch die Kirche“, heißt es von Boldhaus. Erst 35 Jahre später wurde das neue Gotteshaus eingeweiht, ein weiteres Jahr später eine Turmkugel aufgesetzt. In diese sei neben einer ausführlichen Heimatgeschichte, die der Kantor Johann Gottlieb Mosel verfasst hatte, auch eine Aufstellung der Bromer Bürger mit Berufsangaben gelegt worden.

566 Einwohner in 100 Häusern

Brome habe demnach 566 Einwohner gehabt, die in 100 Häusern lebten. In einer Anlage seien die Namen sämtlicher Bürger, Grundbesitzer und Häusler aufgeführt. „Von den dort genannten 130 Bürgern können wir 81 Handwerker in 29 verschiedenen Berufen nachweisen – das sind über 60 Prozent der arbeitenden Bevölkerung“, heißt es bei Boldhaus. Würden häufig mitarbeitende Familienmitglieder und Lehrlinge hinzugerechnet, erhöhe sich diese Zahl noch weiter. Mit 16 an der Zahl besonders stark vertreten waren Schuhmacher. Es folgen elf Maurer, acht Tischler und sieben Schneider. Aber auch Berufe wie Nagelschmied, Knopfmacher, Chirurg und Lehmtreter waren in Brome vertreten.

Ein rund 40-seitiger Teil des Buches befasst sich unter dem Titel „Ein Dorf wandelt sich“ außerdem mit der Geschichte des Dorfes Wiswedel. Zusammengestellt wurden diese Berichte bereits im Jahr 1952 von Schülern der Wiswedeler Schule unter der Leitung des Lehrers Linus Stürmer. Es finden sich Berichte zu Bewohnern und Begebenheiten, zur Ortsgeschichte, Hausinschriften, Gedichte, Zeichnungen und weitere Bilder. Boldhaus: „Das dürfte für manchen doch ausgesprochen neu und sehr wertvoll sein.“

Zwei Eisen im Feuer

Zahlreiche Bücher zur Heimatgeschichte hat Boldhaus bereits erstellt. Ob weitere folgen, darauf wolle er sich „noch nicht so hundertprozentig festlegen“, sagte er zum Abschluss der Buchvorstellung – und schob sogleich schmunzelnd hinterher: „Ich habe noch zwei Eisen im Feuer.“

Der zweite Teil von „Dies und das und allerhand Wahres aus dem Bromer Land“ kostet 16 Euro. Wer eine Ausgabe haben möchte, kann sich direkt an Fritz Boldhaus, Hauptstraße 7 in Brome, Telefon (0 58 33) 393, wenden.

Von Alexander Täger

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