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Brome Wittinger Tafel schließt Außenstelle
Gifhorn Brome Wittinger Tafel schließt Außenstelle
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16:20 18.12.2019
Schlussstrich nach zweieinhalb Jahren: Die Ausgabestelle der Wittinger Tafel im Gemeindehaus in Brome wurde geschlossen. Quelle: Peter Zur Archiv
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Brome

Im Mai 2017 eröffnete die Wittinger Tafel im Gemeindehaus der Kirche eine Außenstelle. Seitdem wurden dort einmal pro Woche, am Donnerstag für eine Stunde, Lebensmittel an Bedürftige ausgegeben. Im vergangenen Monat wurde sie nun wieder geschlossen, weil kaum noch Leute kamen.

25 Haushalte versorgt

Die Tafel in Brome sei seinerzeit aufgemacht worden, weil „es dort so viel Bedarf gab“, erklärt Laura Osterloh-Gailliaert, die Vorsitzende des Wittinger-Tafel-Vereins. Das sei an der Frequenz am Hauptsitz deutlich spürbar gewesen. 100 bedürftige Haushalte aus der Samtgemeinde Brome hätten die Behörden dem Verein 2017 gemeldet. Nach der Eröffnung der Außenstelle seien dort im Schnitt jeden Donnerstag „20 bis 25 Haushalte versorgt“ worden.

Die meisten waren Flüchtlinge

Die allermeisten seien dezentral untergebrachte Flüchtlinge gewesen, berichtet Osterloh-Gailliaert: „Zu der Zeit gab’s eine Schwemme.“ Ein Jahr später seien die Zahlen „rapide runter gegangen“ und nach einem kurzen Zwischenhoch ganz unten geblieben: Nur noch drei bis sechs Haushalte seien an den Donnerstagen ins Gemeindehaus gekommen. Die meisten Kunden seien, wenn sie Bleiberecht erlangt hätten, „in die Stadt gezogen“, hätten Arbeit bekommen oder seien abgeschoben worden.

Aufwand zu hoch

Und es kamen keine neuen Kunden nach. Überlegungen, Brome zu schließen habe es deshalb bereits 2018 gegeben. Aber erst jetzt, nach langem Zaudern und „schweren Herzens“ habe man sich entschlossen, es auch zu tun. „Der Aufwand für die Helfer war im Verhältnis einfach zu groß“, sagt Osterloh-Gailliaert. Auch die Lebensmittel hätten unterm Transport von Wittingen nach Brome – und zurück – gelitten: „Oft wurde das Meiste wieder mitgebracht. Wir wussten nie, wie viele kommen würden.“

Neustart an anderem Standort?

Gleichwohl denke man darüber nach, 2020 wieder eine Außenstelle im Flecken einzurichten – dann jedoch in anderen Räumlichkeiten, die „nicht direkt an der Hauptstraße liegen“, so Osterloh-Gailliaert. Denn das sei der Grund dafür gewesen, dass die bedürftigen „älteren deutschen Mitbürger“ die Tafel dort nicht aufgesucht hätten. Sozialer Druck und soziale Isolation: „Sie wollten nicht von Bekannten oder Nachbarn gesehen werden – jeder, der zur Tafel geht, ist ganz unten angekommen.“ Ein neuer Standort in Brome müsste deshalb „ein bisschen ab vom Schuss liegen“.

„Sie sind versorgt“

Statt ehedem nicht ins Gemeindehaus der Liebfrauen-Kirchengemeinde zu gehen, um Lebensmittel zu erhalten, kommen die „meist völlig unverschuldet“ von Altersarmut Betroffenen nun „in Fahrgemeinschaften“ zur Ausgabestelle nach Wittingen, wo es für sie anonymer ist. Damit seien die Betroffenen „froh und glücklich“: „Sie sind versorgt“, bilanziert Osterloh-Gailliaert.

Von Jörg Rohlfs

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