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Brome „Die zwölf Geschworenen“ begeistern
Gifhorn Brome „Die zwölf Geschworenen“ begeistern
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18:00 04.12.2019
„Die zwölf Geschworenen“: Das Ensemble BretterWelt begeisterte das Publikum im Remmler Hof. Quelle: Peter Zur
Brome

Wieder einmal war der alte Kinosaal im Remmler Hof ein lohnenswertes Ziel: Auf Einladung des Hausherrn Hans-Peter Renziehausen gastierte das Amateurtheater BretterWelt aus Uetze nach seinem ersten Gastspiel 2017 dort wieder – diesmal mit einer modernen Version des Dramas „Die zwölf Geschworenen“ von Reginald Rose, mit dem der Autor das US-amerikanische Gerichtswesen infrage stellte.

Elektrischer Stuhl droht

Das Stück, das unter anderem 1957 mit Henry Fonda in der Hauptrolle verfilmte wurde, beruht auf einen echten Fall: Ein 19-jähriger Puerto-Ricaner steht vor einem Geschworenengericht, weil er seinen Vater erstochen haben soll, ihm droht im Falle eines Schuldspruchs die Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl. Die zwölf Geschworenen müssen zu einem einstimmigen Urteil kommen, egal wie lange es dauert.

Rollen mit Frauen besetzt

Mit der modernisierten Version des Stückes standen die Akteure der BretterWelt, die im Jahr 2000 gegründet wurde, vor einer großen Herausforderung, wie Regisseur Thomas Stolze wissen ließ. Denn einige der Rollen, die ursprünglich Männer spielten, wurden mit Blick auf die aktuelle Verteilung der Geschlechter mit Frauen besetzt. So schlüpfte unter anderem die in Lessien beheimatet Tierärztin Dr. Birgita Habermann in die Rolle von Henry Fonda.

Remmler Hof: Das Publikum war begeistert. Quelle: Peter Zur

Mit ihren begründeten Zweifeln an der Schuld des Angeklagten sorgte sie für eine emotionsgeladene und mit Vorurteilen gespickte Diskussion, in deren Verlauf immer deutlicher wurde, dass so mache Zusammenhänge nicht so eindeutig sind, wie sie erscheinen. Mit exzellenten schauspielerischen Leistungen gelang es den Akteuren offensichtlich, das begeisterte und dankbare Publikum wirkungsvoll zu fesseln und damit auch wie gewollt mit diesem Stück eine intensive Wirkung auf das Publikum zu entfalten.

Spannend und tiefgründig

So entstand im Verlauf des Abends wohl bei dem einen oder anderen Besucher der Eindruck, selbst unter den Geschworenen zu sitzen – wie unter anderem Angela Berndt aus Wendschott sowie ihre Freundinnen Walburga Horah aus Wendschott und Margot Friedrich aus Rühen: „Das spannende und tiefgründige Stück zeigt durchaus auch Parallelen zur heutigen Zeit auf, dient somit auch als Denkanstoß für Toleranz.“

Von Jörg Rohlfs

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