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Brome Bergfeld: Bitte um Spenden für Aktion „Warme Füße“
Gifhorn Brome

Bergfeld: Verein Katachel bittet um Spenden für Aktion "Warme Füße"

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09:00 17.12.2020
Statt barfuß in Latschen: Die ersten Gummistiefel-Paare wurden bereits an Kinder aus armen Familien ausgegeben.
Statt barfuß in Latschen: Die ersten Gummistiefel-Paare wurden bereits an Kinder aus armen Familien ausgegeben. Quelle: Katachel e.V.
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Bergfeld/Kunduz

„Es ist Schnee gefallen in Kunduz, die Straßen sind matschig und alle Menschen frieren, besonders die Kinder“, sagt Sybille Schnehage, Vorsitzende des Vereins Katachel, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, in der Provinz Kunduz im Norden Afghanistans Armen zu helfen. Aktuell mit Gummistiefeln für Kinder.

Die Mädchen und Jungen, die teilweise barfuß in Latschen zum Sitz des Vereins in der gleichnamigen Provinzhauptstadt gekommen waren, hätten sich angesichts des einsetzenden Winterwetters umso mehr gefreut, dass „in der Stadt wieder einmal warme Gummistiefel verteilt werden“. Zunächst seien es nur wenige Paare gewesen, die übergeben wurden: „Aber in der kommenden Woche wird die Winterhilfe des Vereins beginnen und dann werden noch viele Kinder schützendes Schuhwerk entgegennehmen können“, kündigt Schnehage an.

Geschätzt 4000 Obdachlose in der Provinz Kunduz

Diese Form der Hilfe sei zur Winterzeit besonders wichtig, denn nicht nur die Kälte und Nässe machten den Menschen zu schaffen, „sondern auch bei vielen armen Familien der Hunger“. Derzeit gebe es in der Provinz geschätzt 4000 Menschen, darunter auch zahlreiche Familien, die obdachlos seien und „unter Planen versuchen mit den Kindern zu überleben“.

An die Teilnehmerinnen des jüngsten Nähkurses seien zusammen mit dem Abschlusszeugnis die obligatorischen mechanischen Nähmaschinen bereits übergeben worden. Nun sei der Verein dabei, selbst gefertigte Decken, Baumwollöl sowie Bargeld an die bei ihm registrierten allein stehenden Mütter auszugeben: „In der jetzigen Situation mit schlechtem Wetter, Überschwemmungen, Corona und andauernden kriegsähnlichen Lebensumständen eine super Hilfe“, findet die Vereinsvorsitzende.

Umfang der Hilfe hängt allein vom Spendenaufkommen ab

Die Vereinsmitarbeiter vor Ort würden versuchen, allen zu helfen, die Hilfe bräuchten. Der Umfang dieser Hilfe hänge jedoch „allein vom Spendenaufkommen ab, das uns erreicht“. Deshalb hoffe der Verein natürlich auch in den nächsten Tagen weiter auf die „Weihnachtsspende für warme Füße durch Menschen, die ein Herz für die armen Mädchen und Jungen im afghanischen Kunduz haben“. Für nur zehn Euro könne man einem Kind dort das geben, was hierzulande selbstverständlich sei: „Warme, trockene Füße.“

Wer dabei helfen möchte, kann unter dem Stichwort „Warme Füße“ auf das Spendenkonto Katachel e.V. bei der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg unter IBAN DE24 2695 1311 0014 1600 06 spenden. „Eine Spendenquittung wird ausgestellt“, so Sybille Schnehage.

Von Jörg Rohlfs